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zu Pfingsten,
Costa del Sol

(Friedhelm Peters)

Pfingsten, 8. Juni 2003

Thema: Der Heilige Geist.

1 Als der Pfingsttag gekommen war, befanden sich alle am gleichen Ort. 2 Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daher fährt, und erfüllte das ganze Haus, in dem sie waren. 3 Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder. 4 Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt und begannen, in fremden Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab. 5 In Jerusalem aber wohnten Juden, fromme Männer aus allen Völkern unter dem Himmel. 6 Als sich das Getöse erhob, strömte die Menge zusammen und war ganz bestürzt; denn jeder hörte sie in seiner Sprache reden. 7 Sie gerieten außer sich vor Staunen und sagten: Sind das nicht alles Galiläer, die hier reden? 8 Wieso kann sie jeder von uns in seiner Muttersprache hören: 9 Parther, Meder und Elamiter, Bewohner von Mesopotamien, Judäa und Kappadozien, von Pontus und der Provinz Asien, 10 von Phrygien und Pamphylien, von Ägypten und dem Gebiet Libyens nach Zyrene hin, auch die Römer, die sich hier aufhalten, 11 Juden und Proselyten, Kreter und Araber, wir hören sie in unseren Sprachen Gottes große Taten verkünden. 12 Alle gerieten außer sich und waren ratlos. Die einen sagten zueinander: Was hat das zu bedeuten? 13 Andere aber spotteten: Sie sind vom süßen Wein betrunken. 14 Da trat Petrus auf, zusammen mit den Elf; er erhob seine Stimme und begann zu reden: 22 Israeliten, hört diese Worte: Jesus, den Nazoräer, den Gott vor euch beglaubigt hat durch machtvolle Taten, Wunder und Zeichen, die er durch ihn in eurer Mitte getan hat, wie ihr selbst wisst - 23 ihn, der nach Gottes beschlossenem Willen und Vorauswissen hingegeben wurde, habt ihr durch die Hand von Gesetzlosen ans Kreuz geschlagen und umgebracht. 32 Diesen Jesus hat Gott auferweckt, dafür sind wir alle Zeugen. 33 Nachdem er durch die rechte Hand Gottes erhöht worden war und vom Vater den verheißenen Heiligen Geist empfangen hatte, hat er ihn ausgegossen, wie ihr seht und hört. 39 Denn euch und euren Kindern gilt die Verheißung und all denen in der Ferne, die der Herr, unser Gott, herbeirufen wird.

Apostelgeschichte 2,1-39 i.A.


Predigttext: Apostelgeschichte 2, 39
Denn euch und euren Kindern gilt die Verheißung und all denen in der Ferne, die der Herr, unser Gott, herbeirufen wird.

Liebe Gemeinde,


1. Wer ist eigentlich der Heilige Geist?
Mit dieser Frage beschäftigt sich fast keiner. In meinem Theologiestudium war das nicht anders, auch nicht in der Arbeit der Kirche in den Versammlungen und Synoden, auch nicht in den Gemeindekreisen. An Feiertagen darf ER in den Gebeten vorkommen.

2. 1 Und doch ist der Heilige Geist die Quelle allen Glaubenslebens.
ER ist der Tröster, der Führer, der Friede, die Freude, das Licht des Glaubens. Und es gilt ganz grundsätzlich: Niemand kann Jesus einen Herren nennen, außer durch den Heiligen Geist. Also: Wie soll es ohne IHN gehen?
2.2 Sie kennen vielleicht das alte Bild vom tiefgefrorenen Steak. Guten Appetit! Wer das zu Ihnen sagt verwechselt Sie mit einem Kühlschrank. Furchtbar.
Der Heilige Geist macht das Steak warm, so dass es genießbar wird und schmeckt.
Viele von uns erleben den Glauben wie Tiefkühlware und wundern sich, dass er weder schmeckt noch bekömmlich ist. Der Heilige Geist ist nötig.
2.3 Seine Wirkung ist so wichtig.
ER ist nicht zu fühlen, aber ER macht Gefühle.
ER ist nicht zu sehen, doch ER lässt mich sehen.
ER ist nicht zu fassen, und doch fasst ER mich.
ER ist kein Lebensstil, doch ER macht einen Lebensstil der Sehnsucht und Schönheit.
2.4 Wer ist ER? Was tut ER? Wie kommt ER?
Mit diesen Fragen schauen wir auf den Text des ersten Pfingsten. Dort erfahren die Apostel zum ersten Mal intensiv Seine Wirkung und sprechen darüber. Erstlingsworte von Menschen, die IHN empfangen haben. Was kennen wir davon?

3. Die Predigt des Petrus.
3.1 Wer ist der Heilige Geist? - Der Heilige Geist ist der Geist Jesu.
Geschehen wundersame oder außergewöhnliche Dinge durch den Heiligen Geist wie bei den Jüngern, heißt es immer: Wie schrecklich, was für eine Sekte! Oder. Wie schön, was für eine Erfahrung. Je nachdem, auf welcher Seite des Erlebens man steht. Diese Diskussion durchzieht unheilvoll die Kirchengeschichte vom ersten Tag an.
Dabei ist ganz klar, dass das nicht wichtig ist. Was tut der Heilige Geist? ER verweist auf Jesus. Jesus wird größer, mit oder ohne Wunder, Jesus wird größer. Daran lassen sich die Geister prüfen.
3.2 Was macht der Heilige Geist? - ER zeigt, was Jesus für uns tat.
- Hingegeben durch Gottes Ratschluss. - Habe ich Jesu Hingabe für mich angenommen und Buße getan: Herr, ich gebe auch an Dich hin, was ich tat und bin?
- Diesen Jesus hat Gott auferweckt. - Der Heilige Geist zeigt Jesus lebendig.
Kenne ich das Gebet: Herr, ich danke Dir, dass du hier bist.
- Nun ist ER durch die Rechte Gottes erhöht. - Der Heilige Geist zeigt Jesus als den Sieger.
Lebe ich den Dank und das Lob unseres Herrn: Jesus, Du bist Herr! Ist dieses Lob in meinem Herzen?
- Der Heilige Geist ist vom Vater ausgegossen. - Jesu Gegenwart ist ein lebendiger Strom des Segens. Es ist kein Träumen, kein Drücken und Machen. Es ist ein Fließen.

4. Es fiel auf, dass damals 3000 Menschen reagierten, umkehrten in ihrem Leben und sich taufen ließen. Das könnte uns angesichts unser heutigen ja auch schon stattlichen Zahl neidisch werden lassen.
Aber auch damals waren es 3000 einzelne Entscheidungen, immer eine in jedem Menschen. Denn der Text hält ausdrücklich fest, dass es keine Massenhysterie war, sondern jedem durch das Herz ging. Vom Herrn durchs Herz. Das war die Bewegung. Dann ist es seriös.

5. Gilt das auch noch heute für mich? So könnten wir mit Recht fragen. Merkwürdig wie prophetisch hier das Wort des Petrus ist: Euch und Euren Kindern gilt die Verheißung. Die Antwort lautet: Es gilt auch uns. Keine Begrenzung. Beten und Empfangen Sie selbst die Fülle des Heiligen Geistes.
Gebet: Komm, Heiliger Geist.

Amen.



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Zuletzt geändert am 22.04.2007 von: (fp)