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zum 2. Sonntag nach Weihnachten von
Pfarrer Friedhelm Peters,
Costa del Sol

(Rückmeldung oder Frage an
Pastor Friedhelm Peters)

Gottesdienst am 4. Januar 2004,
2. Sonntag nach Weihnachten

Jahreslosung 2004

Jesus Christus spricht: Himmel und Erde werden vergehen; Meine Worte aber werden nicht vergehen.

Markus 13, 31


Oft möchten wir in die Zukunft sehen können, wenn wir uns fragen:
Was wird uns das nächste Jahr bringen? Wo werde ich in fünf oder zehn Jahren sein?
Auf solche Fragen gibt es keine Antwort. Meistens ist es gerade hell genug, um den nächsten Schritt zu tun, das, was in der nächsten Stunde, am nächsten Tag getan werden muss.
Die Kunst des Lebens zeigt sich darin, dankbar zu sein und sich darüber zu freuen, was wir sehen können, und nicht darüber zu klagen, was im Dunkeln und Ungewissen liegt. Wenn es uns gelingt, den nächsten Schritt zu tun und darauf zu vertrauen, dass es auch hell genug für den kommenden Schritt sein wird, werden wir auf dem Weg durch das Leben mit Freude voranschreiten und überrascht sein, wie weit wir kommen.

Liebe Gemeinde!

1.1 mir sind seit vielen Jahren Menschen wichtig geworden, die für etwas Bleibendes stehen.
1.2 Da gibt es Menschen, von denen weiß ich, die sind Geliebte des Herrn. Was sie beten hat Gewicht.
1.3 Oder es gibt Menschen, die kannst Du als Freunde ungefähr auf fast alles ansprechen. Die wissen keine Antwort, aber nehmen sich zusammen und klären mit Dir, worum es geht.
1.4 Es gibt auch die für bestimmte Eigenschaften typischen Gesichter. Bekannte, die so viel Gift verspritzen, dass es sicher ist: Triffst Du sie brauchst Du einen Schutzanzug. In der Beständigkeit werden sie sogar ein wenig liebenswert, weil sie etwas Typisches markieren.
1.5 Und es gibt auch die liebenswerten, deren Worte aufbauen, egal wann Du sie triffst.
1.6 Alles das schafft Lebensvertrauen, keine Sicherheit wohl aber Verlässliches. Warum Verlässlichkeit so wichtig ist?

2.1 Wir alle wissen wie bedroht unser Leben ist. Viel zu schnell vergeht, was wir gerade noch hatten. Wir erleben das, wenn plötzlich Freundschaften weg brechen, Beziehungen in Untreue enden, oder Krankheit uns Lebensbereiche wegnimmt. Jeder Tag ist eine Chance. Warum? Weil er eine Bedrohung ist.

2.2 Und wir kennen das nicht nur von unserer persönlichen Welt. Die Bedrohung hört nicht an unserer Haustür auf, wenn wir unsere Wohnung verlassen. Wir sind umgeben von kleinen und oft auch großen Katastrophen. Jeder kann davon getroffen werden.

3.1 Mit dem neuen Jahr 2004 blicken wir auf Chance und Schicksal der kommenden Zeit. Wie viel Vertrautes wird uns bleiben? Was müssen wir aufgeben? Wird es reichen für ein Leben, das sich lohnt? Wie viel Bedrohung werden wir verkraften?

3.2 Die Jahreslosung für das Jahr 2004 kann uns dazu Wertvolles sagen. Es ist ein Wort Jesu. Himmel und Erde werden vergehen. Meine Wort aber werden nicht vergehen.
Ich möchte dieses Wort unter zwei Gesichtspunkten betrachten: Keine Illusion. Und: Keine Illusion.

4.1 Keine Illusion haben die Worte Jesu darüber gelassen, was ER über den Fortbestand von Himmel und Erde denkt: Sie werden vergehen. Ein radikaler Schnitt. Warum sagt ER das?

4.2 Jesus spricht diese Worte aus einem Wissen um das Herz Gottes aus. ER weiß, Himmel und Erde sind Schöpfungswerke von Gottes Liebe. Sie sind nicht ewig. Nur ER ist es. Gott bleibt. Wir nicht, nicht Seine Schöpfung.

4.3 Auf unserer Suche nach Beständigkeit und Verlässlichkeit macht Jesus deutlich:
Hänge dein Herz nicht an die Schöpfung, noch nicht einmal mehr an den Himmel. Beides wird vergehen, uns eingeschlossen. Sei mit Deinem Leben zur Ehre Gottes da auf dieser Erde. Dafür sollen wir alles gebrauchen, was uns unser Leben und die Schöpfung bietet. Nur dann folgen wir keiner Illusion. Loslassen was nicht hält.

4.4 Wie viel gute Gelegenheit haben wir hier an der Costa del Sol, das zu praktizieren. Da ist die Schönheit der Natur! Dir, Herr, zur Ehre.
Und wie viel Gelegenheit haben wir umgekehrt, nicht der Illusion aufzusitzen, die Schönheit der Natur selbst sei schon der Lebenssinn. Sie wird vergehen wie wir auch.
Bete nicht die Frucht an, sondern danke dem Gärtner!, so ließe sich sagen. Dir, Herr, zur Ehre. Ergreife den Tag - dem Herrn zur Ehre. Ohne Illusion 2004.
Der Herr lockert so unsere Bindungen an alles, woran wir uns so gerne festhalten und was wir uns als verlässlich wünschen, was aber nicht trägt.

5.1 Tut ER dies, so sagt ER doch nicht weniger deutlich, was uns hält. Keine Illusion, sagt ER, sind Meine Worte. Sie bleiben. Was macht Seine Worte gültig?

5.2 Zunächst eine wunderbare Beobachtung: Es gibt aus dem Jahr mit der Bibel 2003 Berichte, wo Menschen beschreiben, wie sie mit einem Wort Gottes gelebt haben. Bei der Konfirmation haben sie Ihr Wort bekommen - und überhaupt nicht verstanden. Und nach Jahren brach zum ersten Mal auf: es stimmt genau für mich. Und manche berichten, dass sie im hohen Alter vieles an Wahrheit in ihrem Wort für ihr Leben fanden.

5.3 Kenne Sie Worte der Bibel, die Sie so begleiten? Kennen Sie Ihren Konfirmationsspruch? Könnte dies hier ein Hinweis werden, ihn auszugraben und zu schauen, was passt?

5.4 Worte des Herrn: ICH bin das Licht der Welt. Kommet her zu Mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, ICH will euch erquicken. ICH bin der gute Hirte, der gute Hirte lässt Sein Leben für die Schafe. ICH bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Selig sind die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen. Wir wissen, dass denen, die Gott lieben, alle dinge zum Besten dienen. Ich bin gewiss, dass nichts mich scheiden kann von der Liebe Gottes.

5.5 Gehen Sie mit einem solchen Wort durch Ihren Tag, werden Sie merken, dass etwas bleibt. Der Herr bekennt sich in Ihrem Leben zu Seiner Verheißung. Und Sie werden gesegnet. Es entsteht Frucht der Ewigkeit. Ein Stück Ehre Gottes wächst bei Ihnen im Leben mitten im Alltag.
Der Alltag vergeht, die Ehre Gottes bleibt. Meine Worte vergehen nicht, sagt Jesus.

5.6 Die Worte Jesu bleiben, weil Gott in ihnen bleibt. Und mit Seinem Wort in uns bleibt ER auch als Teil in uns.

6.1 Eine wunderbare Perspektive für das neue Jahr 2004, diesem Wort des Herrn jeden Tag zu trauen. Wir folgen damit keiner Illusion. Wir schaffen Frucht für unser Leben und Seine Schöpfung und dabei auch noch für die Ewigkeit. Der Herr bekennt sich zu Seinem Wort und darin auch zu uns. Ein verlässlicher Weg.
Gott segne uns damit für das vor uns liegende Jahr.

Amen.





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Zuletzt geändert am 22.04.2007 von: (fp)