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zum Heiligen Abend
von Pfarrer Friedhelm Peters,
Costa del Sol

(Rückmeldung oder Frage an
Pastor Friedhelm Peters)

Gottesdienst am 24. Dezember 2005

Der Heiland ist geboren. Bitte weitersagen!

11 Euch ist heute der Heiland geboren.
Bitte weiter sagen: Euch ist heute der Heiland geboren.

Lukas 2, 11

Liebe Gemeinde!

1.1 Euch ist heute der Heiland geboren. So haben wir es uns gerade gegenseitig sagen lassen und gesagt.

1.2 Ist das denn so? Ist ER uns geboren? Kann ich Ihn finden? Ist ER für mich da?


2.1 Wenn Josef, der Mann von Maria, 50 Jahre nach Weihnachten gefragt worden wäre:
Josef, wie war eigentlich damals Weihnachten für Dich?
Dann könnte er gesagt haben: Ja, wie soll denn das schon gewesen sein. Alles normal. -
Ja, aber der Heiland der Welt, bei Dir im Stall. -
Ach, nein, das war die pure Not mit dem Stall. Wir mussten da rein. Schön war das gar nicht. Echt, es war ganz alltäglich, wie so ein Stall eben ist. -
Aber die Luft war doch sicherlich erfüllt. -
O ja, wie es eben in einem Stall so stinkt. Kennt doch jeder. -
Und nichts Besonderes fällt Dir da ein? -
Doch, doch. Die Tiere. Alle standen sie da rum. Ein Wunder, dass wir da überhaupt einen Platz hatten. Sonst war alles wie sonst.

2.2 So normal war Gottes Erscheinung und Offenbarung Seines Heilands für den Josef?


3.1 Und wenn Josef, der Hirte der Schafe, 50 Jahre später gefragt worden wäre:
Josef, wie war eigentlich Weihnachten für Dich?
Da wird er vielleicht gesagt haben: Ach ja, es war so wunderbar schön herrlich. Ganz anders als sonst. -
Und was war anders? -
Es war einfach himmlisch. Da waren die Engel. Unfassbar, dass wir sie sehen konnten. Und wie sie sangen! Unglaublich, dass wir so etwas hören konnten. Und dann war da dieser Glanz in der Luft. Solche Herrlichkeit habe ich nie wieder gesehen. So muss es im Himmel sein. Es war alles ganz anders.

3.2 So anders war Gottes Erscheinung und Offenbarung Seines Heilands für den Josef?


4.1 Dann saßen vielleicht zwei Zuhörer dabei und lauschten.
Der eine sagte zu Josef, Marias Mann: So nüchtern müsste Gott mal zu mir kommen. So im Alltag, so normal!
Dann sagt der zweite zu Josef, dem Hirten. So herrlich müsste Gott mal zu mir reden. So aus dem Himmel, so anders!

4.2 Und beide sehnen sich nach dem Glauben und der Erfahrung des anderen. Sie wünschen sich:
Ach, wenn doch zu mir ein Engel käme!
Ach, wenn doch Gott in meinen Alltag käme!
Vielleicht ist das bis heute so geblieben. Euch ist heute der Heiland geboren. Wo denn? Ich brauchte einen Engel. Und ich brauchte etwas ganz handfest Normales als mein Zeichen.


5.1 Mein Zeichen?

5.2 Mal führt Gott durch einen Engel, mal durch einen Politiker wie Augustus - und das war bestimmt kein Engel - , mal durch einen Wirt, mal durch einen Ochsen. Keiner wusste vorher wie es kommt.

5.3 Der Josef der Maria musste glauben: Der Heiland begegnet mir hier, in diesem Stall.
Und der Josef der Schafe musste glauben: Lasst uns nun gehen nach Bethlehem. Dort begegnet mir der Heiland.
Geführt wurde jeder anders. Glauben musste jeder gleich. Und das war für den einen nicht leichter als für den anderen.


6.1 Der Heiland ist auf meinem Weg zu finden, auf keinem anderen.

6.2 Wenn Sie sich das zu Weihnachten sagen lassen, dann können Sie antworten: Ganz normal. Oder ganz außergewöhnlich. Du bist mit mir auf meinem Weg.

6.3 Und das heißt:
Du bist mir zum Heiland geworden. Ich sehe Deine Liebe zu mir auf meinem Weg. Ich nehme Deine gute Gegenwart in meinem Alltag ernst. Dort finde ich sie. Dort gebe ich sie weiter. Und das lässt sich getrost weitersagen: Der Heiland ist geboren. Bitte weitersagen!


Amen.





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Zuletzt geändert am 22.04.2007 von: (fp)