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zum Weihnachtsfest
von Pfarrer Friedhelm Peters,
Costa del Sol

(Rückmeldung oder Frage an
Pastor Friedhelm Peters)

Gottesdienst am 25. Dezember 2005

Gottes Weihnachtsgeschenk

4 Als die Zeit erfüllt war, sandte Gott Seinen Sohn …
5 damit wir die Kindschaft empfingen.

Galater 4, 4-7 i.A.

Liebe Gemeinde!

1.1 Weihnachten gehört den Kindern: Schenken, freuen, singen - unbeschwerter geht das, wenn wir Kinder sind. Für Erwachsene ist das oft schwerer.
Gott sei Dank sind wir noch alle Kinder. Oder? Biologisch stimmt das, jeder hatte Eltern.
Doch auch sonst, egal wie alt wir sind. In jedem Manne steckt ein Kind. Und wohl in Frauen auch.

1.2 Haben Sie deshalb in diesem Jahr zu Weihnachten auch schon geschenkt, sich gefreut und gesungen? Sie wissen nicht mit wem, für wen?
Bestimmt gibt es in Ihrer Umgebung auch noch ein paar Kinder, auch wenn sie schon über 90 Jahre sein sollten. Macht nichts. Auch für sie lässt sich eine Kleinigkeit als Freude bereiten. Auch mit ihnen kann man singen. Eine Freude kommt immer dabei heraus.

1.3 Versuchen Sie es doch einfach einmal. Es ist eine Weihnachtserfahrung, die für uns bereit liegt. Es wird auch Ihrem Herzen gut tun. Das Kind in Ihnen lebt.


2.1 Von einer anderen Weihnachtserfahrung spricht unser Bibelwort. Weihnachten gehört nicht nur den Kindern. Es gehört den Gotteskindern, so sagt unser Text.

2.2 Alle Freude des Himmels schwingt dabei mit. Alle Reichtümer der Ewigkeit liegen als Geschenke bereit. In Gottes Familie haben wir ein ewiges Zuhause.

2.3 Ob wir nun kurz einen Glaubensweg gehen oder lange auf Erfahrungen mit dem Herrn zurückblicken. Weihnachten werden wir daran erinnert: Wir sind Gotteskinder. Wir freuen uns, dem Heiland zu gehören. Wir gehören zur Gottesfamilie.
Das ist Gottes Weihnachtsgeschenk: Die Gotteskindschaft. Packen wir es doch aus. Wie schön hat Paulus es für uns eingepackt.


3.1 Die erste Schleife. Weihnachten kommt aus dem Herzen Gottes. Es kommt nicht aus unserem. Es tut so gut, sich dieses klar zu machen.

3.2 Weihnachten steht zwar in unserem Kalender. Und es ist auch irgendwann von Menschen auf diesen Tag gelegt worden. Doch wir spüren ganz genau. Es kommt nicht dadurch, dass wir was machen. Mit allem Rummel kommt es nicht. Mit allen Geschenken entsteht es nicht. Mit allen freien Tagen entsteht kein schönes Fest. Im Gegenteil. Manchmal kommt sogar das Gegenteil.

3.3 Weihnachten kommt aus dem Herzen Gottes. ER hat es gewollt. Dadurch bekommt es seinen Inhalt.
Als die Zeit erfüllt war, sandte Gott Seinen Sohn. In einem Satz die ganze Weihnachtsgeschichte.

3.4 Blicken wir doch darauf, was Gott tat: Am Anfang steht Seine Liebe. In Seinem Sohn will ER sie schenken. Mit Seinem Kommen in die Welt wird das neu konkret.

3.5 Dahin durchdringen. In allem dies erkennen. Es fängt immer bei Gott an.
Ist Weihnachten möglich trotz Krieg? - Ja. Solange Jesus zu finden ist.
Ist Weihnachten möglich trotz Krankheit? - Ja. Solange Jesus zu finden ist.
Ist Weihnachten möglich trotz Streit? - Ja. Solange Jesus zu finden ist.
ER ist zu finden. Gott hat angefangen. Das ist das erste Schöne an Gottes Weihnachtsgeschenk.


4.1 Die zweite Schleife. Weihnachten wird Gott Mensch. Jesus wurde Mensch.
Paulus schreibt: … geboren von einer Frau und unter das Gesetz getan ….

4.2 Das ist das Unglaubliche, dass Gott von uns keine Klimmzüge erwartet, die uns dem Himmel näher bringen. Wir bringen sie auch nicht zustande. ER kommt zu uns. ER wird geboren - Er weiß um Fleisch und Blut und alte Knochen. ER kommt unter das Gesetz - steht nicht über den Dingen. ER kennt Arbeit und Mühe.

4.3 Eine Weihnachtsbotschaft ganz eigener Art. Wir können davon ausgehen: Gott ist für jeden von uns persönlich da.
Ob auf der Flucht - die kannte ER.
Ob in der Dunkelheit und Fremde - die kannte ER.
Ob in den kleinen Dingen, die nicht stimmen - ER kam im Stall zur Welt.
Immer ist ER da. Immer können wir uns an Ihn wenden. Immer versteht ER uns in unseren kleinen Dingen. ER wurde Mensch. Weihnachten ist Gott in unsere kleinen Dinge eingestiegen.
Wie gut das tut, dass wir bei Ihm mit allem landen können.


5.1 Es fängt bei Gott an. ER kommt als Mensch. So hatten wir bisher gesehen beim Öffnen des Geschenkes. Jetzt kommt der Inhalt. Was schenkt uns Gott? Wir empfangen die Gotteskindschaft. Was ist damit gemeint?

5.2 Zu Jesus hingehen ist etwas anderes als von Ihm weggehen.
Meine Sehnsucht treibt mich in die Nähe Gottes. Mein Interesse lässt mich nach Ihm fragen. Mein Empfinden sagt mir: Du brauchst da etwas. Das alles ist gut und bringt mich hin zu Ihm. Und gerade jetzt zu Weihnachten ist das sehr stark in uns.
So ging es auch den Hirten. Kommt, lasst uns nun gehen und sehen die Geschichte.
So erlebten es die Weisen, die sich auf die Suche nach dem neugeborenen König machten.

5.3 Doch etwas anderes ist es, Ihn zu finden, zu erkennen und von Ihm wegzugehen.
Die Hirten priesen und lobten Gott, nachdem sie bei Ihm waren. Das sind ganz andere Kerle. Und obendrein breiteten sie die Botschaft auch noch aus.
Die Weisen folgten der Weisung des Engels im Traum, nachdem sie Ihm gehuldigt hatten.
Marie behielt alles diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen, die sie über Jesus gehört hatte.
Der Weg zu Ihm ist anders als der Weg von Ihm. Hin mag mich die Sehnsucht treiben. Was bringe ich von Jesus mit?

5.4 Und Paulus macht das mal wieder knapp. Der nennt es Gotteskindschaft. Die hole ich bei Jesus.

5.5 Dann nämlich, wenn ich nehme, was ER gibt.
Ich nehme Dich, Herr, als Geschenk für mein Leben. - So werde ich ein Gotteskind.
Ich sehe, dass Du mein Leben angenommen hast als Mensch. Du tatest das für mich, für alles was mich trennt von Gott. - So werde ich ein Gotteskind.
Ich will mit Dir leben. Ich nehme Deine Führung für mich an. - So werde ich ein Gotteskind.

5.6 Das ist das göttliche Geschenk zu Weihnachten. Wir empfangen bei Jesus die Gotteskindschaft.
Wir kommen beschenkt von Ihm in unsere Welt, in unseren Alltag, in unser Leben zurück.
Auf dieses größte aller Geschenke weist uns unser Wort hier hin.


6.1 Kinder können sich freuen. Gotteskinder können sich freuen.
Wie schön ist es, wenn wir beides können und für unser Leben kennen.
Dann ist Weihnachten wirklich schön.


Amen.





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Zuletzt geändert am 22.04.2007 von: (fp)