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zur Konfirmation
von Pfarrer Friedhelm Peters,
Costa del Sol

(Rückmeldung oder Frage an
Pastor Friedhelm Peters)

Gottesdienst am 7. Mai 2006
Konfirmation: Herz zeigen und festmachen an IHM


Liebe Konfirmandinnen und Konfirmanden, liebe Gemeinde!

1.1 Herz zeigen. Darum geht es am heutigen Tag der Konfirmation.

1.2 Ihr habt gesehen, liebe Konfirmanden, dass das Gott uns gegenüber getan hat.
- Beim Gebet im Raum der Stille: ER zeigt, dass ER eines für uns hat. ER ist bereit, zu uns zu sprechen.
- In der Bibel. Natürlich ist sie ein Geschichtsbuch vom ersten Volk Gottes, Israel, und vom zweiten Volk Gottes, Jesus und der Kirche. Aber recht verstehen tun wir sie nur, wenn wir sie als Liebesbrief Gottes lesen. Die Bibel beschreibt, wie Gott sein Herz uns Menschen zeigt: In Liebe will ER uns gewinnen.
- Bei Jesus. Mit IHM bricht die Herrschaft Gottes neu an. ER sagt und es geschieht. Das ist eine neue Schöpfung. Und am Kreuz bezahlt ER dafür die Kosten, dass Sünde, Unheil und Tod nicht siegen. Das Kreuz wird zum Liebeszeichen Gottes. Also hat Gott die Welt geliebt, dass ER Seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an IHN glauben, nicht verloren werden, sondern ewiges Leben haben.
- Bei den 10 Geboten, in der Taufe und im Abendmahl. Stets zeigt Gott Sein Herz.
In den Geboten: Es gibt ein Angebot für ein Leben das gelingt.
In der Taufe: Es gibt ein Leben als Kind Gottes.
Im Abendmahl: Du darfst aus Gottes Fülle dich versorgen lassen.

1.3 So zeigt Gott Sein Herz.
Unser vorgetragener Psalm 23 führt dies in jedem Vers aus.
ER führt mich. ER weidet mich. ER gibt mir frisches Wasser. ER erquickt mich. ER wandert mit im dunklen Tal. ER gibt mir eine neue Chance. ER segnet mich mit Heiligem Geist. ER lässt mir Gutes folgen. ER gibt mir Platz bei Sich.
So zeigt sich Gott. So ist Sein Herz. Das haben wir studiert und versucht, selbst für uns zu entdecken.


2.1 Herz zeigen. Das ist heute dran, so sagten wir. Gott hat es getan. Was ist mit uns?

2.2 Konfirmation bedeutet wörtlich fest machen. Zwei Dinge kommen zueinander und halten.
Da ist das Herz Gottes auf der einen Seite. Und da ist unser Herz auf der anderen. Konfirmation heißt: Beide kommen zusammen und halten aneinander fest. Gottes Herz hängt an meinem. Mein Herz hängt an Seinem.

2.3 Um dies deutlich zu machen haben wir ein kleines Zeichen hergestellt. Ein kleines Herz für die eigene Hand.
Auf der einen Seite steht: ER. Es steht für alles, was ich Gott bedeute, für Seine ganze Liebe.
Auf der anderen Seite steht: Ich. Wie bin ich geworden? Wer bin ich heute. Was wird aus mir?
Bei der Konfirmation wird mein Herz an Seinem festgemacht. ER und Ich - wir gehören zusammen.

2.4 Was hier so leicht zu sehen ist, das wird gleich in der dem Konfirmationsversprechen formuliert.
Du Gott sagst Ja zu mir. Ich antworte darauf mit meinem Ja zu Dir. Du liebst mich. Ich möchte Teil Deiner Liebe sein. Ich möchte Dir gehören.

2.5 Was jeder für sich selbst dann sagt, das ist die Wiederholung des Taufversprechens. So wird man Gottes Kind. Und bei bewusstem wiederholen werde ich mir selbst auch dieser Tatsache bewusst.
Das kann man übrigens nicht nur einmal sagen. Ich wiederhole es an jedem Tag gern neu. Doch einmal fange ich damit an. Und das kann heute sein.

2.6 Ich werde konfirmiert. Mein Herz wird festgemacht an Seinem.


3.1 Für diesen Schritt braucht jeder Gottes Segen. Das ist der Klebstoff. Sonst haben wir zwar Herz gezeigt. Wir sind aber so schnell wieder davon los wie wir es kaum denken. Schon vor der Kirchtür kann es zu Ende sein.

3.2 Wie gut, dass das nicht so ist. Denn Gottes Segen hat Langzeitwirkung. ER öffnet in uns Quellen des Heils. ER schafft in uns einen Parkplatz für Sich. ER ist in uns durch Segen präsent.

3.3 Probieren Sie, liebe Gemeinde, es doch einmal aus. Suchen Sie, wenn vorhanden, Ihren Konfirmationsspruch heraus und betrachten ihn unter der Frage, was Gott Ihnen damit im Rückblick zeigt. Da lässt sich anknüpfen bei der Frage, wie hat ER mich begleitet. Wie ist ER für mich präsent.

3.4 Der Segen kommt von Gott. Wir können ihn nur erbitten - tun Sie es mit -, durchlassen - das möchte ich -, annehmen - das ist Eure Sache, liebe Konfirmanden. Dafür öffnet Euer Herz. Reden tut der Herr dann selbst.


4.1 Der Herr ist mein Hirte. Mir wird nichts mangeln. In diesem Vertrauen wollen wir Herz zeigen und es an Seinem festmachen. Das ist Konfirmation.


Amen.



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Zuletzt geändert am 22.04.2007 von: (fp)