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Letzter Sonntag des Kirchenjahres
von Pfarrer Friedhelm Peters,
Costa del Sol

(Rückmeldung oder Frage an
Pastor Friedhelm Peters)

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Gottesdienst am 25. November 2007

Was ist mit den Toten?

31 Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.
32 Doch jenen Tag und jene Stunde kennt niemand, auch nicht die Engel im Himmel, nicht einmal der Sohn, sondern nur der Vater. 33 Seht euch also vor, und bleibt wach! Denn ihr wisst nicht, wann die Zeit da ist.
34 Es ist wie mit einem Mann, der sein Haus verließ, um auf Reisen zu gehen: Er übertrug alle Verantwortung seinen Dienern, jedem eine bestimmte Aufgabe; dem Türhüter befahl er, wachsam zu sein. 35 Seid also wachsam! Denn ihr wisst nicht, wann der Hausherr kommt, ob am Abend oder um Mitternacht, ob beim Hahnenschrei oder erst am Morgen. 36 Er soll euch, wenn er plötzlich kommt, nicht schlafend antreffen.
37 Was ich aber euch sage, das sage ich allen: Seid wachsam!

Markus 13, 31-37

Liebe Gemeinde!

1.1 Niemand hat gesehen, wo die Toten sind. Und dennoch sind wir nicht blind und taub in dieser Sache. Wir ahnen viel. So spricht zum Beispiel unser Herz weiter mit den Lieben, die wir lassen mussten. Wir fragen uns zwar: Geht das? Darf man das? - Ja, das geht. Und es ist gut.

1.2 Ich kann noch sagen: Du, verzeih. Das war nicht Recht wie jenes abgelaufen ist. Und auch dies geht. Ich kann verzeihen. Ich spreche dir für mich Vergebung aus.
Ich kann den Lieben noch begegnen, in inneren Bildern oder auch im Traum. Ich kann dabei noch Dinge regeln. Ich kann sie loslassen. Es ist gut mit uns. Jetzt geh.

1.3 Wer hier noch etwas mit Verstorbenen zu regeln hat, der soll den Tag in Ruhe nutzen und das Nötige jetzt tun. Das eigene Herz wird dadurch frei und wieder offen für das Leben hier.


2.1 Doch es gibt auch Dinge, die die Bibel nennt, die mehr sind als unsere persönliche Geschichte. Auch sie sind nützlich zu wissen und gut für unseren Glauben. Was sagt Jesus zum Ende?

2.2 Bei Lazarus wird gesagt, er sitze in Abrahams Schoß. Das bezieht sich auf die Zeit noch vor der Auferstehung der Toten aber nach dem Sterben.

2.3 Danach gibt es im Jenseits eine Art von Sehen, Sprechen, Fühlen außerhalb des irdischen Leibes. Hier schmerzt der Körper in der Seele, der Geist hält es aus. Dort ist er frei.
Dass das möglich ist wissen wir auch jetzt schon. Schließlich können wir auch mit körperlichen Schmerzen froh sein. Unser Herz kämpft dann gegen den Körper und behält in der Seele Oberhand.

2.4 Ein anderer Punkt ist, dass Gott durch Abraham mitteilen lässt, es gäbe keinen Besuch von Toten, durch den lebendiger Glaube entsteht. Das stimmt. Ich habe noch nie erlebt, dass jemand durch Jenseits Erfahrung Christ geworden ist. Es war immer umgekehrt. Erfahrungen mit dem Jenseits überkommen mich. Zum Glauben an Jesus muss ich mich entscheiden.


3.1 Dann gibt es Dinge vom Jenseits, die die Bibel erwähnt, die alle Menschen betreffen. In vielen Bildern und Gleichnissen spricht Jesus davon. Unser Text gehört dazu. Es geht um das Pondn zur Himmelfahrt Jesu. ER selbst kommt wieder. Dann wird für alle Menschen zwingend sichtbar, was jetzt im Glauben verborgen nur Christen sehen. Jesus ist der Herr, Erlöser und Richter.

3.2 Wenn wir noch leben und zu Ihm gehören, werden wir Ihn sehen. Es wird so sein wie ER zu Himmelfahrt verschwand. ER tritt aus dem Jenseits zurück ins Diesseits. Eine Wolke nahm Ihn auf, eine Wolke gibt Ihn wieder frei. So sagt es die Bibel.

3.3 Bei Seiner Wiederkunft ist zunächst Seine Kirche dran. Später alle Menschen. Mit den Christen zusammen werden alle Toten, die Jesus gehören, einen Auferstehungskörper bekommen, den auch Jesus zu Ostern annahm. So werden wir verwandelt in Sein Bild, mit dem Körper, der jetzt um des Glaubens willen noch irdisch bleibt. Himmel und Erde werden uns dann vergehen. Sein Wort aber wird nicht vergehen. Sein Wort ist die Quelle dieser Erneuerung. Es ist der Schalter, der alles wirksam umwandelt. Sein Wort. Kenne ich Sein Wort?

3.4 Es ist wichtig, dieses Wort zu kennen, was dann alles entscheidet. Es fasst sich zusammen in dem kurzen Satz: Du bist Mein. Bei der Taufe wurde es über mir gesprochen. Lebt es in mir?
In wem das lebt, Du Mein Kind, der erfährt bei Jesu Wiederkunft die Umwandlung in die neue Welt. Sie entsteht, wo Jesu Wort jedes Gericht beendet hat und neues Leben zählt. Ich bin Sein. Dann bin ich es auch unter Auferstehungsbedingungen. Das gilt für Tote und für dann noch Lebende. Die Bibel spricht von der ersten Auferstehung oder im Bild von der Hochzeit des Lammes oder wie im Evangelium von den fünf klugen Jungfrauen. In ihnen lebt Jesu Wort: Du bist Mein.


4.1 Dann kann es noch Probleme geben. Davon spricht unser Text. Im Gleichnis werden die Diener gewarnt, in der Abwesenheit des Hausherrn nicht zu schlafen.

4.2 Es gibt Leute in der Kirche, nicht Fremde, die sagen: ER kommt lange nicht. Sie erwarten nicht den wiederkommenden Herrn. Sie schlafen. Ihr Geist hat keine Sehnsucht nach Ihm.
Davor warnt Jesus. Zweimal warnt ER, seid wachsam. Warum?

4.3 Wir würden sonst die erste Auferstehung zum Leben verpassen, das nächste wichtige Ziel der Kirche Jesu Christi. Warten wir auf Ihn? Die Toten, die dem Herrn gehören, tun es. Wir auch?

4.4 Wir sind bereit, wenn Jesu Wort lebendig in uns ist: Du bist Mein. - Ja, sagt der Herr zu uns. Du bist es.



Amen.



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Zuletzt geändert am 23.11.2007 von: (fp)