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Jahresschluss 2007,
von Pfarrer Friedhelm Peters,
Costa del Sol

(Rückmeldung oder Frage an
Pastor Friedhelm Peters)

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Gottesdienst am 30. Dezember 2007

Jahreslosung 2007

Gott spricht:
Siehe, ICH will ein Neues schaffen. Jetzt wächst es auf, erkennt ihr's denn nicht?

Jesaja 43, 19

Liebe Gemeinde!

1.1 Zum Jahresabschluss ist es gut, noch einmal auf den Anfang zu schauen. Was ist mitgegangen, was hat uns begleitet, was getragen? Für mich gehört das Wort der Jahreslosung von 2007 dazu, das uns vom Neujahrstag bis jetzt begleitet hat.

1.2 Es ist ein Wort des zweiten Jesaja, der zur Zeit der babylonischen Gefangenschaft Worte Gottes empfing und weiter sagte. Nicht von der Straße, vom Himmel hörte er, was wichtig war. Nicht in den Verlautbarungen der Großmacht Babylon in Bagdad sah er das Heil, sondern in dem was der Herr zeigte: Gott spricht: Siehe! Das ist der Rahmen unserer Jahreslosung. Wie wichtig darauf zu hören.

1.3 Und was sagte Deuterojesaja vom Herrn? Was hat er uns mitgeteilt mit diesem Wort? Was traf zu?
Schauen wir uns das Wort darauf hin an.


2.1 ICH will ein Neues schaffen. Mit diesem Wort stellte sich Gott in 2007 vor. Ein typisches Wort für IHN. Schon bei der Schöpfung unserer Welt hat ER so gesprochen: ICH will ein Neues schaffen. Es werde. Und es ward. So ist ER. ER schafft aus dem Nichts. Und am Ende der Bibel sagt Jesus, der erhöhte Herr, wieder dieses Wort: Siehe, ICH mache alles neu. Es wird so kommen.

2.2 Dieses Schöpferhandeln Gottes hat nie aufgehört. ER ist dabei in der großen und kleinen Welt unserer Tage, nicht nur am Anfang und Ende der Zeit. Da auch. ER schafft neu auch jetzt.

2.3 ER zeigte das damals bei dem zweiten Jesaja. Sein Wort weckte die Hoffnung auf die Rückkehr ins gelobte Land. Und sie kam durch den Glauben derer, die gehorchten. Babylon verging. Das Volk Gottes blieb. Ein Weg war in der Wüste. Die Berge, die im Weg standen, wurden eben. Die Freudenboten brachten die Botschaft der Erlösung. ER sprach und es geschah. Das Schöpferhandeln Gottes bei der Rückkehr aus Ägypten und aus Babylon gehört für die Juden bis heute zum Kern ihres Glaubensbekenntnisses.

2.4 Nichts ist so schön, wie im eigenen Leben das zu bestätigen. Ja, Herr, Du hast in diesem Jahr Neues bei mir geschaffen. Ich danke Dir dafür. Können Sie das sagen? Wissen Sie, was Sie erzählen könnten? Haben Sie es schon gesagt? Die Jahresbilanz ist dafür ein guter Moment. Es ist die wichtigste Danksagung, die wir losschicken sollten. Danke Gott für alles Neue 2007, was Du geschaffen hast. Diese Post wird im Himmel als erste gelesen. Warum? Damit Sie weiter gesegnet werden können.

2.5 Ich blicke auf ein Jahr zurück, in dem ich noch einmal gesundheitlich die Chance bekam, hier Dienst zu tun. Das war nicht selbstverständlich. Ich danke allen für die Fürbitte und Unterstützung. Für mich hat ER Neues geschaffen. Ich könnte weiter erzählen. Erzählen Sie es weiter bei denen, denen Sie vertrauen können. Es stärkt Sie und die anderen und macht das Bibelwort in ihrem Herzen lebendig. Du Herr hast Neues geschaffen. Danke. Das Bibelwort lebt. Es ist wahr.

2.6 Unser Dank über Gottes Neuheiten könnte wie eine Lichterkette an der Küste sein. Es würde sich von Haus zu Haus ziehen, von Appartement zu Appartement. Die unsichtbare Welt hätte Freude. Das wäre das wahre Feuerwerk der Christen. Und es würde weit gesehen, bis in die Ewigkeit.


3.1 Unser Wort macht noch auf eine Schwierigkeit aufmerksam. Die Zusage Gottes, Neues zu schaffen, wird fortgesetzt mit einer Frage. Jetzt wächst es auf, erkennt ihr's denn nicht? Offensichtlich erkennt nicht jeder Gottes Tun. Und was aufwächst in Seinem Namen wird nicht von allen gesehen.

3.2 Das begleitet uns auf Schritt und Tritt. Jeder Christ erlebt das.
Wie viele Menschen erkennen nicht die Zeichen von Weihnachten: Den Glauben der Maria, den Lobgesang der Engel, den Stall mit dem Kind. Menschwerdung Gottes wächst da auf. - Erkenne ich nicht, sagten damals viele und heute auch. - Gottes Erlösung für uns Menschen beginnt dort. - Sehe ich nicht. So ist es bis heute.
Mir hat der Herr geholfen. Ich bin dankbar. - Na, da hast du Glück gehabt. Und du hattest Menschen, die dir halfen. Stimmt. Aber Gottes verborgene Hand ist mehr. Wie viele sehen nicht das Mehr. Sie erkennen nicht die Hand, die alles lenken kann. Erkennt ihr's denn nicht, mahnt der Prophet.

3.3 Die Erkenntnis Gottes ist Schlüssel für das Wachsen im Glauben. Ihn mehr erkennen lässt uns auch mehr erkennen in unserer Welt.
Herr, hier ist Deine Spur. Dann will ich dafür beten und eintreten. Mein Herz ist froh, Dich hier zu spüren.
Herr, ich erkenne Dich noch nicht in diesem Problem. Ich will es, damit ich sehe, was von Dir her aufwächst.
Herr, ich sehe noch nicht Deine Führung in dem allen. Wo bist Du? Ich möchte Dich erkennen. Wo gehst Du lang? Was willst Du, dass ich tun soll? Was hätte Dein Sohn Jesus hier gemacht?

3.4 Der Herr sucht Menschen mit einem suchenden Geist, die Gottes Gegenwart erkennen möchten. Wenn ER da ist, an einem bestimmten Punkt, Ort oder Thema, in einer Beziehung, dann spüren Sie Seinen Frieden als Bestätigung. Und meistens ist man dann auch weiser als zuvor, selbst wenn sich keine Lösung zeigt.

3.5 Sind wir gewachsen in der Erkenntnis Gottes 2007? Haben wir mehr von Ihm erkannt, von Seinen Wegen, von Seinem Willen heute? Wo will ER hin mit uns, mit Seiner Gemeinde, mit Seiner Geschichte heute?
Die Jahreslosung fragt im Rückblick. Wie schön, wenn wir ja sagen können. Und wenn es nur ein winziger Punkt wäre, sagen wir es vor dem Herrn: Ja, Herr, ich habe erkannt, was Du getan hast. Danke. Es wäre ein erfülltes Jahr.



Amen.



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Zuletzt geändert am 28.12.2007 von: (fp)