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 <>< Predigt Jubilate
von Pfarrer Friedhelm Peters,
Costa del Sol

(Rückmeldung oder Frage an
Pastor Friedhelm Peters)

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Gottesdienst am 13. April 2008

Statt der unbekannte Gott - Jubilate

22 Da stellte sich Paulus in die Mitte des Areopags und sagte: Athener, nach allem, was ich sehe, seid ihr besonders fromme Menschen. 23 Denn als ich umherging und mir eure Heiligtümer ansah, fand ich auch einen Altar mit der Aufschrift: EINEM UNBEKANNTEN GOTT. Was ihr verehrt, ohne es zu kennen, das verkünde ich euch. 24 Gott, der die Welt erschaffen hat und alles in ihr, er, der Herr über Himmel und Erde, wohnt nicht in Tempeln, die von Menschenhand gemacht sind. 25 Er lässt sich auch nicht von Menschen bedienen, als brauche er etwas: er, der allen das Leben, den Atem und alles gibt. 26 Er hat aus einem einzigen Menschen das ganze Menschengeschlecht erschaffen, damit es die ganze Erde bewohne. Er hat für sie bestimmte Zeiten und die Grenzen ihrer Wohnsitze festgesetzt. 27 Sie sollten Gott suchen, ob sie ihn ertasten und finden könnten; denn keinem von uns ist er fern. 28 Denn in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir, wie auch einige von euren Dichtern gesagt haben: Wir sind von seiner Art. 29 Da wir also von Gottes Art sind, dürfen wir nicht meinen, das Göttliche sei wie ein goldenes oder silbernes oder steinernes Gebilde menschlicher Kunst und Erfindung. 30 Gott, der über die Zeiten der Unwissenheit hinweggesehen hat, lässt jetzt den Menschen verkünden, dass überall alle umkehren sollen. 31 Denn er hat einen Tag festgesetzt, an dem er den Erdkreis in Gerechtigkeit richten wird, durch einen Mann, den er dazu bestimmt und vor allen Menschen dadurch ausgewiesen hat, dass er ihn von den Toten auferweckte.
32 Als sie von der Auferstehung der Toten hörten, spotteten die einen, andere aber sagten: Darüber wollen wir dich ein andermal hören. 33 So ging Paulus aus ihrer Mitte weg. 34 Einige Männer aber schlossen sich ihm an und wurden gläubig, unter ihnen auch Dionysius, der Areopagit, außerdem eine Frau namens Damaris und noch andere mit ihnen.

Apostelgeschichte 17, 22-34

Liebe Gemeinde!

1.1 Jubilate - "lobe den Herrn" - ist Name dieses Sonntags.
Haben Sie Lob im Herzen? Das ist eine Frage, die schnell ein schlechtes Gewissen macht. Mancher denkt: Ich habe das nicht. Müsste ich es haben? Viele Christen fühlen sich unter Druck, weil sie erlöster aussehen sollten. Besonders Nichtchristen fordern das.

1.2 Das Lob ist ein Ort im Himmel, ein Bereich, eine Zone. Gott wohnt im Lob (Psalm 22, 4). Adresse: Lob.
Diese Adresse hat einen Vertreter. Es ist der Geist der Anbetung. ER ist einer der Thronwächter Gottes, der Geist der Freude. ER gehört zu den Früchten, die der Heilige Geist in unserem Geist bewirkt (Galater 5, 22).

1.3 Dieser Geist war auf Jesus. ER sagte von sich: Der Geist des Herr ist auf Mir (Lukas 4, 15-19). Diesen Heiligen Geist gibt ER bis heute an Seine Kinder weiter. Der Heilige Geist hat viele Wirkungen. Eine ist Lob. Vater, Ich preise Dich, sagte Jesus. Vater, ich will dich preisen, singen Christen.

1.4 Wie kann ich den Heiligen Geist empfangen, fragen sich viele. Gott lieben und den Nächsten lieben im eigenen Leben ist das eine. Das andere: Gott bitten, den Heiligen Geist zu schenken. Es ist die Bitte in der Bibel mit der besten Verheißung, erfüllt zu werden. Aber Vorsicht: Es könnte passieren.

1.5 Lobe den Herrn als Herzensmelodie nach himmlischen Takt. Das können wir haben, sein. Jubilate.


2.1 Unser Text zeigt uns noch eine andere Dimension von Jubilate. Es geht um das Jubilate der Völkerwelt. Wir werden Zeuge einer Missionspredigt des Paulus, die er auf seiner zweiten Missionsreise in Athen hält.

2.2 Sehr ausführlich wird geschildert, wie Paulus einem zornigen Impuls angesichts der massiven Götzenkulte folgt. Er predigt. Auf dem Philosophenhügel, wo jeder seine Meinung öffentlich vortragen konnte, nimmt er geschickt die Situation auf mit dem Tempel vom unbekannten Gott. Ihn wolle er bekannt machen, denn ER habe sich gezeigt: In der Schöpfung, in der Erfahrung von Gottes Nähe, die jeder spüren kann, in der Auferweckung Jesu von den Toten und in der Erwartung seines Gerichtes am Jüngsten Tag.

2.3 So lud Paulus zum Glauben ein.
Wann haben wir das zum letzten Mal getan? Kennen wir die Sehnsucht, dass auch andere zum Herrn finden? Wir brauchen dafür keine Predigt zu halten. Doch einladen zum Herrn bedeutet stets: eine Brücke bauen - Salz streuen. Anknüpfen und herausfordern. Für den Herrn öffnen, zum Herrn einladen.

2.4 Warum schildert Lukas das so ausführlich? An allen wichtigen Scharnieren bei der Ausbreitung des Evangeliums schildert Lukas eine Predigt. Bei der Gründung der Gemeinde zu Pfingsten - Predigt des Petrus. Bei der Ablehnung in Palästina - Predigt des Stephanus vor seiner Steinigung. Bei der Öffnung zur Heidenwelt - Predigt des Petrus bei Cornelius. In der Mitte der philosophischen Welt des römischen Reiches - Predigt des Paulus in Athen. In konzentrischen Kreisen breitet sich das Evangelium aus. Ins Wasser fällt ein Stein. … Und ist er noch so klein, er zieht doch weite Kreise.

2.5 Das Lob Gottes war durch den Sündenfall wie ein Feuer im Herzen der Menschen erlöschen. Gottes Ziel der Erlösung richtet sich darauf, es in allen Menschen wieder zu entzünden. Die Erlösung in Jesus lässt es aufflammen. Lobsinget unserem Gott, lobsinget Ihm. Das soll in allen Menschen klingen.

2.6 In Athen war es in der Mitte der geistigen Welt angekommen, will Lukas sagen. Was hier gehört wurde breitete sich überall hin aus. Es dringt in alle Philosophien, in jeden Geist, den diese Erde kennt.

2.7 Seitdem ist es bis an alle Enden der Welt gedrungen. Denn immer wieder sind Menschen aufgestanden wie Paulus. Sie haben auf ihrem Areopag, in ihrem Athen, angesichts ihrer Götzentempel zu Gott eingeladen. Du suchst doch Glauben - folge dem Evangelium. Bei allen Menschen, in der Völkerwelt soll gelten: Jubilate.

2.8 Umspannt das Lob Gottes den Erdball, dann ist das ein Zeichen für die Wiederkunft des Herrn.


3.1 Wir sehen, es erging dem Paulus damals schon wie uns: Die einen hören, die anderen nicht. Die einen fragen, die anderen spotten. So war das und so ist das. Doch das macht nichts. Ein jeder entscheidet für sich selbst. Erlösung aber bleibt Erlösung mit oder ohne Zustimmung.

3.2 Wir können Teil haben und im Lob Gottes leben und andere dazu einladen. Das ist unser Jubilate.



Amen.



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Zuletzt geändert am 11.04.2008 von: (fp)