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von Pfarrer Friedhelm Peters,
Costa del Sol

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Pastor Friedhelm Peters)

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Gottesdienst am 20. April 2008

Himmlischer Musikunterricht - Cantate

2 Dann sah ich etwas, das einem gläsernen Meer glich und mit Feuer durchsetzt war. Und die Sieger über das Tier, über sein Standbild und über die Zahl seines Namens standen auf dem gläsernen Meer und trugen die Harfen Gottes. 3 Sie sangen das Lied des Mose, des Knechtes Gottes, und das Lied zu Ehren des Lammes:
Groß und wunderbar sind deine Taten, Herr, Gott und Herrscher über die ganze Schöpfung. Gerecht und zuverlässig sind deine Wege, du König der Völker. 4 Wer wird dich nicht fürchten, Herr, wer wird deinen Namen nicht preisen? Denn du allein bist heilig: Alle Völker kommen und beten dich an; denn deine gerechten Taten sind offenbar geworden.

Offenbarung 15, 2-4

Liebe Gemeinde!

1.1 Über ein Lied eine Predigt halten geht eigentlich nicht. Denn Lieder muss man singen.

1.2 Doch dieses Lied ist anders, von besonderer Art. Es ist ein Lied aus dem Jenseits, der himmlischen Welt.

1.3 Nicht so viele Zeugnisse haben wir aus jener Abteilung der Wirklichkeit. Und weil sie zudem durch ihren visionären Stil verschlüsselt sind, gehen viele an ihnen vorbei. Dabei könnte es hoch interessant sein zu sehen und zu hören, was darin mitgeteilt wird von dem, was der Herr mit uns vorhat. Und was könnte am Ende beeindruckender sein, als hier schon mit einzustimmen in das Lob, was Jenseits erklingt.

1.4 So schlage ich heute vor, in der Predigt ein wenig himmlischen Musikunterricht zu machen.


2.1 Zunächst: Wo befinden wir uns? Der Schreiber der Offenbarung des Johannes beschreibt ab Kapitel 15 die letzten 1.260 Tage oder 3,5 Jahre dieser Schöpfung vor der Wiederkunft Jesu Christi als König. Nachdem er die Epochen der Kirche in den 7 Sendschreiben durchleuchtet hat, wird das Ende der Kirche und Welt weiter entfaltet im 7. Siegel, dieses wiederum in den 7 Gerichten, die als Posaunen beschrieben werden. Die 5. bis 7. Posaune wird wiederum als Weh-Weh-Weh bezeichnet, wobei das letzte Weh wiederum in den 7 Zornesschalen entfaltet wird: Engel die wie Donner Gerichte über die Erde gießen. 43 Monate dauert das noch, bis allen Menschen klar ist, wem sie folgen wollen: Sich selbst oder dem Herrn. Dann kommt ER selbst in Offenbarung 20, 21.22 und beginnt Sein Königreich.

2.2 Unser Text hält ein kleines Intermezzo vor den letzten Gerichten, gleichsam eine Aufnahme der Weltbühne von oben. Was jetzt noch zählt wird hier genannt. Wir müssen dafür die Bilder deuten.

2.3 Das "Meer mit Feuer durchsetzt" bezeichnet die Volksmassen von Gerichten - Feuer - gezeichnet. Man könnte sagen: Die Uno. "Gläsern", das heißt durchsichtig und fest. Das gilt für die Getauften, die ihre Basis im Reich Gottes, nicht in der diesseitigen Welt, haben. Sie stehen als Sieger darüber. Jesus ist Sieger und die Seinen mit Ihm. Darüber, nicht darin, bedeutet: Sie sind schon beim Herrn im Jenseits. Es sind die Erlösten.

2.4 Drei Widersacher werden hier für die letzten Tage der Welt genannt: Das Tier, das Standbild, die Zahl. Das Tier kennen sie von den Evangelisten: Löwe, Adler, Ochse. Hier ist es eine Engelmacht finsterer Art, denn sie kommt von unten. Sie verzaubert und plagt die Menschen. Diese Macht ist gegen Christus: Anti-Christ. Sie richtet nicht das Kreuz auf, sondern an.
Sie verehrt sich selbst im Standbild. Alle lassen sich vom Standbild betören wie von einem süßen tödlichen Gift.
Der Name ist eine Zahl. 666 bedeutet: Dreimal, in Körper, Seele und Geist, nicht der Ruhe und Vollendung durch Gott (Sieben) verpflichtet, sondern dem eigenen Ich. Ich, ich, ich.

2.5 Soweit sind wir in der Auslegung gekommen. Wir nehmen Teil an einer Vision aus der letzten Zeit dieser Welt. Es gibt Mächte, die alles unter das große Ego des Menschen zwingen. Es gibt Erlöste, die haben sich diesem Trend, vor diesem Standbild, nicht gebeugt. Und dann?


3.1 Jetzt sind wir beim Thema dieses Sonntags Cantate. Sie tun, wie der Sonntag heißt: Singen. Das Lied der Erlösten oder der Zukunft heißt: "Lied des Mose" und "Lied zu Ehren des Lammes". Das meint die Befreiung aus der Verlorenheit. Bei Mose geschah dies durch den Durchzug durchs Rote Meer und den Untergang des Heeres von Pharao. Bei Jesus geschah dies dadurch, dass ER als Lamm Gottes für uns hinweg nahm die Sünder der Welt.
Es ist also ein Siegeslied. Die Erlösung Gottes wird sich durchsetzen, nicht die Verlorenheit. Die Erlösten werden siegen, nicht das Dunkle, das tödliche Gift, das Ich des Menschen, der sich erhöht.

3.2 Es ist interessant, dass sogar der Text überliefert ist. Worte aus der Zukunft.

3.3 Können wir uns in ihnen wiederfinden? Sind sie jetzt schon Teil unseres Herzens, damit wir einmal auch Teil des Chores werden, der sie singen wird? Man kann sie jetzt schon singen. Von ihnen abweichen, heißt von der Zukunft des Herrn abweichen. In ihrer Spur bleiben heißt, da ankommen, wo der Herr uns haben will.
Versuchen Sie es doch mal, Abschnitt für Abschnitt in ihrem Herzen in diese Worte einzustimmen. Es gibt kaum ein Loblied der Kirche, was hier nicht seine Wurzeln hat. Worte aus dem Morgen.

3.4 "Groß und wunderbar sind all Deine Werke." - "Großer Gott wir loben Dich."
"Alle Völker werden Dich anbeten." - "Dir beuge sich der Kreis der Erde, Dich bete jeder willig an."


4.1 Zum Schluss: Die Sänger "trugen die Harfen Gottes". Keine Sorge. Jetzt werden weniger Musikalische nicht ausgeschlossen. Das wäre nun wirklich eine kleine Gruppe, wenn nur Harfenspieler Erlöste würden.

4.2 Interessant im Text ist, dass die Harfen nur getragen werden. In der Vision bedeutet dies: Es muss schon - und dann immer noch - der Geist Gottes in uns kommen, damit auch der Klang von Gottes Lob entsteht. ER macht in uns die göttliche Musik. Deshalb gilt vor jedem Lied: Komm, Heiliger Geist, erfüll die Herzen.



Amen.



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Zuletzt geändert am 18.04.2008 von: (fp)