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Das Nadelöhr Das Nadelöhr

Das neue Gebot Das neue Gebot

 <>< Predigt am Zweiten Sonntag nach Weihnachten
zur Jahreslosung 2009
von Pfarrer Friedhelm Peters,
Costa del Sol

(Rückmeldung oder Frage an
Pastor Friedhelm Peters)

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Gottesdienst am 4. Januar 2009

Jahreslosung 2009: Was für Menschen unmöglich ist, ist für Gott möglich.
Lukas 18, 27

18 Einer von den führenden Männern fragte ihn: Guter Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu gewinnen? 19 Jesus antwortete: Warum nennst du mich gut? Niemand ist gut außer Gott, dem Einen. 20 Du kennst doch die Gebote: Du sollst nicht die Ehe brechen, du sollst nicht töten, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht falsch aussagen; ehre deinen Vater und deine Mutter! 21 Er erwiderte: Alle diese Gebote habe ich von Jugend an befolgt. 22 Als Jesus das hörte, sagte er: Eines fehlt dir noch: Verkauf alles, was du hast, verteil das Geld an die Armen, und du wirst einen bleibenden Schatz im Himmel haben; dann komm und folge mir nach! 23 Der Mann aber wurde sehr traurig, als er das hörte; denn er war überaus reich. 24 Jesus sah ihn an und sagte: Wie schwer ist es für Menschen, die viel besitzen, in das Reich Gottes zu kommen!
25 Denn eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt. 26 Die Leute, die das hörten, fragten: Wer kann dann noch gerettet werden? 27 Er erwiderte: Was für Menschen unmöglich ist, ist für Gott möglich.
28 Da sagte Petrus: Du weißt, wir haben unser Eigentum verlassen und sind dir nachgefolgt. 29 Jesus antwortete ihnen: Amen, ich sage euch: Jeder, der um des Reiches Gottes willen Haus oder Frau, Brüder, Eltern oder Kinder verlassen hat, 30 wird dafür schon in dieser Zeit das Vielfache erhalten und in der kommenden Welt das ewige Leben.

Lukas 2, 22-40

Liebe Gemeinde!

1.1 Zwei Bilder illustrieren, was die Jahreslosung 2009 für uns bedeuten kann. Blicken wir auf das obere.

1.2 Es zeigt zwei Nadelöhre, die winzigen Öffnungen einer Nähnadel, die den Faden mitnimmt. Für mich als Ungeübten war es zeitlebens schwer, überhaupt etwas durch diese Öffnung zu bekommen. Spucken, Drehen, Fingerreiben, nichts half. - Der Zugang zum Reich Gottes ist so eng, sagt Jesus. Und wer dazu noch viel im Gepäck hat, Reichtümer geladen wie Kamele einer Wüsten Karawane, der steht eben nicht nur wie ein Ochs vor einem Berg, sondern wie ein Kamel vor einem Nadelöhr. - Wir kennen das von Situationen, wo es nicht mehr weitergeht und wir auch nicht mehr wissen, was jetzt hilft. Es wird braun und dunkel wie auf unserem oberen Bild beim linken Nadelöhr. Die Farbe lässt mich an Ohnmacht denken: Von Erde sind wir genommen, zu Erde sollen wir wieder werden.

1.3 Es hilft auch nicht viel, wenn manche Ausleger sagen, dass Jesus nicht an eine Nähnadel denkt, sondern an ein gleichnamiges Tor in der Altstadt von Jerusalem mit Namen Nadelöhr. Auch das war so eng und niedrig, dass es für ein beladenes Kamel nicht passierbar war. In der Sache bleibt es gleich. Die Botschaft: Der Zugang zum Leben mit Gott und zum Leben ist gesperrt. Warum?

1.4 In unserem Wort stand bei einem frommen Menschen etwas im Wege, was an sich nicht anstößig ist. Jesus hatte nie etwas gegen Reichtum. Er ging bei reichen Menschen aus und ein. Doch der hing wohl sein Herz an den Reichtum mehr als an Gott. Er liebte Gott und die Menschen, vielleicht auch sich selbst, weniger als sein Vermögen. Da war das Nadelöhr. Der Weg war dicht.

1.5 Was kann sich nicht alles vor Gott als Ersten unseres Lebens schieben. Es muss nicht finanzieller Reichtum sein. Es kann auch der Reichtum an Sorgen, Nöten, Gefahren, aber auch an Hochmut, Eigensinn und vieles mehr sein. Jeder spürt das, wenn er sein Herz ernsthaft vor Gott öffnet.

1.6 Es gibt die andere Seite. Auf unserem Bild ist sie rot. Es ist die Farbe des Lebens, des Blutes, Bekenntnisses zu einer anderen Wirklichkeit. Die Botschaft: Das Nadelöhr ist offen. Der Weg ist frei. Wir kommen durch. Und wie über dem dunklen Sperrring das Wort Mensch steht, so steht in der Öffnung des Nadelöhres das Wort Gott.

1.7 ER kann einen Weg frei machen. ER hat das Opfer dafür selbst getragen. Sein Blut für uns gegeben. Herr, ich sehe keinen Weg. Doch Du kannst alles wenden. Sie kennen vielleicht dieses Wort: Wenn du denkst, es geht nicht mehr, kommt von Gott ein Lichtlein her. Das offene Nadelöhr. Der Name Jesus steht für die Freiheit. Jesus, Dein Name, verscheucht die Pein, macht aus dem Leid ein Lied. Das ist die Botschaft der Jahreslosung: Was für Menschen unmöglich ist, ist für Gott möglich. Nutzen wir sie für die vor uns liegenden Tage des neuen Jahres 2009.


2.1 Was ist eigentlich das Nadelöhr? Ist es das Böse, das Schicksal oder Gott selbst? Das untere Bild gibt Antwort.

2.2 Wir sehen wieder Farben. Im Vordergrund rot und gelb, diesmal umgekehrt. Das Rot trägt das Bibelwort. Es gleicht den beiden Gesetzestafeln des Mose. Doch hier erscheint nicht Mose, sondern der in weißem Gewand, der auferstandene Herr, Jesus selbst. Er kommt mit seinem Opfer, das Rot rechts über Ihm im Hintergrund, aus dem himmlischen Blau, links hinter Ihm. Und ER bringt ein neues Gebot, ein reines Herz durch Gottes Liebe, die rechte gelbe Tafel. Und ER fragt nach dem Opfer des eigenen Herzens mit dem Vertrauen auf Gottes Möglichkeiten, die linke rote Tafel.

2.3 Es geht also um eine Gabe Gottes für unseren Geist, für unser Herz. Das Nadelöhr sind wir. Unser Herz ist dicht oder offen für IHN. Seine Gabe ist stets da. Den Wandel brauchen wir.


3.1 Das Jesuswort ist so ein Spiegel für uns selbst.
Wo wir Kamele sind, die teure Lasten durch die Wüsten unseres Lebens tragen, da sollen wir den Weg nicht höher achten als das Ziel, damit wir Gott - das Ziel - als Ersten lieben und unsere Nächsten wie uns selbst.
Und wo wir dabei vor so manchem Nadelöhr gelandet sind, da wollen wir das Unmögliche glauben, dass Gott auch unser Herz für eine Lösung öffnet, die wir im Leben dann entdecken können. ER bringt uns durch. ER führt zum Ziel.

3.2 Ein gesegnetes Jahr 2009.



Amen.



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Zuletzt geändert am 30.12.2008 von: (fp)