Deutschsprachiges Evangelisches Pfarramt an der Costa del Sol - online
Startseite

Grußwort

Gottesdienste

Predigten

Predigtplan

Gottesdienste
passiert...notiert...
und Fotos
Veranstaltungen
Wissenswertes
Kontakt und Anreise






 <>< Predigt zum
Heiligen Abend und Weihnachten
von Pfarrer Friedhelm Peters,
Costa del Sol

(Rückmeldung oder Frage an
Pastor Friedhelm Peters)

pdf zum Ausdrucken

Gottesdienst am 24. und 25. Dezember 2009

Krippenspiel und Predigt mit Sprechen der Weihnachtsgeschichte zu
"Und sie kamen eilend und fanden"

16 Und sie kamen eilend und fanden ...

Lukas 2, 1-21

Liebe Gemeinde!

Alle: Und sie kamen eilend und fanden.

Das gilt für fast alle, die heute zum Weihnachtsgottesdienst gekommen sind. Eilend gekommen, um dabei zu sein. Und wir finden: Die vertrauten Weihnachtslieder, das Krippenspiel der Kinder, hoffentlich den ersehnten Moment der Andacht.
Noch etwas: In der Geschichte des Krippenspiels sind ebenfalls solche, die kamen eilend und fanden. Wie ging es ihnen?

Alle Mitspieler:
Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde. Und diese Schätzung war die allererste und geschah zurzeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war. Und jedermann ging, dass er sich schätzen ließe, ein jeder in seine Stadt.

Alle: Und sie kamen eilend und fanden.

Politiker sind immer in Eile, besonders wenn sie Geld brauchen. Und Kaiser brauchen besonders viel. Augustus für seine Kriege in Gallien. Und für seinen Lebensstil. Da muss Quirinius in der Provinz zaubern, damit die kleinen Leute auch bezahlen. Zur Steuerschätzung sollte jeder zu seinem Heimat-Finanzamt.
Und die Beschlüsse kamen eilend und fanden willige Leute, die sich auf den Weg machten.

Maria und Josef:
Da machte sich auf auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, weil er aus dem Hause und Geschlechte Davids war, damit er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe; die war schwanger.
Und als sie dort waren, kam die Zeit, dass sie gebären sollte.
Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge.

Alle: Und sie kamen eilend und fanden.

Maria und Josef waren auch in Eile. Aber nicht wegen der Beschlüsse. Vielmehr drängt sie die Geburt. Noch schnell ankommen bevor es losgeht. Und sie kamen an, doch fanden - nichts, wo sie für eine Geburt noch unterkommen könnten.
Kaiser finden Wege für ihre finanziellen Wünsche. Verwalter finden Verordnungen, um sie umzusetzen. Schnell, schnell, schnell. Doch wenn das Leben selber kommt, findet sich nichts. Kein Raum in der Herberge.
Maria und Josef kamen eilend nach Bethlehem und fanden nichts, nur einen Stall.

Hirten:
Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde. Und der Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie;
und sie fürchteten sich sehr.

Engel:
Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids. Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen.
Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.

Alle: Und sie kamen eilend und fanden.

Endlich welche, die etwas fanden: Die Engel. Sie kamen eilend aus der ewigen Welt und fanden Menschen, die ihnen zuhörten.
Eilig waren sie, denn die Geburt war gelaufen.
Und das Finden war auch nicht ohne. Wer hört schon auf Engelworte. Überhaupt. Das Wort Gottes ist bei den meisten Menschen nicht das Erste, worauf man achtet. Doch dann gelang es. Auch wenn es Outlaws waren, diese Hirten. Die Engel waren glücklich. Sie kamen eilend und fanden Menschen, die die Botschaft hörten.

Hirten:
Und als die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten untereinander: Lasst uns nun gehen nach Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kundgetan hat.
Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Josef, dazu das Kind in der Krippe liegen.

Alle: Und sie kamen eilend und fanden.

Jetzt erfüllt sich dieses Wort, was wir von den Hirten kennen. Sie kamen eilend und fanden Jesus, das Gotteskind, den Heiland der Welt, wie ER sich später zeigte. Eilend gingen sie, gemeinsam fanden sie den Herrn. Wenn Sie so wollen, war das das erste Weihnachtsgeschenk. Eine Entdeckung, die die Runde machte.
Und wir? Eilend gekommen. Und finden wir? Finden wir zwischen allen Finanzen, Verordnungen, Wohnfragen das ewige Licht bei Jesus?
Gesegnete Weihnachten haben heißt: Auch bei uns werden die Engel fündig.


Amen.



Zur Startseite      Zum Anfang dieser Seite

Zuletzt geändert am 23.12.2009 von: (fp)