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Sonntag Kantate
von Pfarrer Friedhelm Peters,
Costa del Sol

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Pastor Friedhelm Peters)

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Gottesdienst am 2. Mai 2010

Konfirmation 2010:
Als Kreuzträger den Kreuzweg gehen

Liebe KonfirmandInnen, liebe Gemeinde!

1.1 Jesus Christus heißt ER. Sein Name steht - auf einem Kreuz. Was für eine Unterlage für einen Namen. Drastischer lässt sich eine Verurteilung nicht ausdrücken. Stellen Sie sich vor, Ihr Name stünde auf einem Kreuz.

1.2 Aber damit nicht genug. Es gibt Menschen, die das für ihr Leben gut finden. Freiwillig tragen sie Jesu Kreuz als Schmuck. Und sie tun es nicht, weil sie geschmacklos sind. Geht das?

1.3 Und jetzt auch unsere Konfirmanden. Sie kommen in die Kirche und tragen dieses Jesus Kreuz. Sie werden zu Kreuzträgern. Und was sie dann noch machten. Einer nach dem anderen trug nicht nur diesen Balken. Man ging auch über ihn. Sie gingen den Kreuzweg, übers Kreuz. Als ob es ein Geheimnis wäre. So sah es aus bei allem Spaß, den der Balanceakt auch machte.

1.4 Schauen wir, was sie da machten. Wieso sind Konfirmanden Kreuzträger? Wieso gehen sie den Weg des Kreuzes Jesu? Was geben sie uns damit für ein Zeichen?


2.1 Im Konfirmandenunterreicht hatten wir uns die Grundlagen des christlichen Glaubens klar gemacht. Es fängt mit dem Beten an. Wer mit Gott spricht, fängt an mit Ihm zu leben. Natürlich hört Gott jedes Gebet. Doch weil Er Geist ist, ist es gut, von Herzen mit Ihm zu sprechen, aus dem eigenen Geist heraus, aus dem eigenen Raum der Stille in uns.
Wir haben das geübt. Sind wir damit fertig? Natürlich nicht. Das übt ein jeder bis zum Lebensende. Ich habe Euch den Anfang gezeigt. Fortsetzen müsst ihr es selbst.
Ein solches Herzensgebet teilen Christen mit den Glaubenden aller Religionen. Das ist noch nichts spezifisch Christliches. Aber es ist gut, als Christen das Herzensgebet zu praktizieren.

2.2 Und Gott antwortet. Er redet durch Sein Wort, in der Bibel. Wie finde ich darin Seine Antwort? Wie jedes Handy nur funktioniert, wenn ich den Pin Code kenne, so braucht ein jedes Bibelwort einen Schlüssel. Ein Pin Code ist: Was teilst Du Herr mir heute von Deiner Liebe mit? Eintrag ins Tagebuch.
Lies die Bibel. Das hatten wir geübt. Sind wir damit fertig? Natürlich auch nicht. Das Wort von Gott ist jeden Tag wie Nahrung für das Herz. Diät ist da nicht angesagt. Lass es nicht zu, dass Deine Bibel Staub ansetzt.

2.3 Wir sollen leben wie Gott es will. Das zeigt Er in Seinen Geboten. Wir hatten von den 10 Geboten einige besonders angeschaut. Ich bin der Herr, Dein Gott. Du sollst keine anderen Götter neben Mir haben, sagt Gott. Wie schnell wird etwas für uns zum Götzen.
Ich möchte dazugehören. Ich will zwar kein Rauschgift nehmen, aber der einzige will ich auch nicht sein. Ich will auch cool sein wie die anderen. Ich halte nichts vom Trinken. Aber wenn ich nur so etwas zähle, dann eben doch. Götzen, die zerstören. Gott will das nicht. Wirf nicht dein Leben weg. Du zählst vor Gott, bist einmalig, einzig, auserwählt. Tue was Er sagt. Dein Leben wird gelingen.

2.4 Mit Gott reden, auf Gott hören, nach Gott handeln. Das sind Grundlagen des Glaubens. Die finden sich in allen Religionen dieser Welt. Machen sie uns zu Christen? Nein. Wie werde ich Christ?


3.1 Im Konfirmandenunterricht haben wir uns gefragt, was uns an Gottes Liebe herankommen lässt. Zu viel in unserem Leben trennt uns von Gott. Ein breiter Graben. Im Glauben heißt das Sünde.

3.2 Wir haben das ganz praktisch gemacht. Gebet, Gottes Wort, gute Taten - das alles waren Balken. Waren sie lang genug, um bei Gott anzukommen? Nein. Stets erreichten sie nicht die andere Seite.

3.3 Doch findig, wie die KonfirmandInnen waren, klebten sie die Balken zu einem längeren Brett zusammen. Das schien zu klappen. Doch eine Konfirmandin fand den Haken. Der Kleber reichte nicht, die Brücke zu belasten. Wer sie betrat, der stürzte mit allen guten Werken ab.

3.4 Nur ein Balken reichte. Es war der Kreuzesbalken. Er war lang und stark genug, mich zu ertragen.


4.1 Jetzt sind wir beim Geheimnis vom Kreuztragen. Jesus Christus trug, was uns von Gott trennt, an Seinem Kreuz. Her zu mir, sagt Er. Alle Sorgen, alle Fehler, alle Gottesferne, dein ganzes Leben wo es gottlos ist. Ich trage es.

4.2 Warum tut Er das? Ich tue es für dich, sagt Er. Damit du Frieden hast mit Gott. Damit du bist, was Ich bin, ein Gotteskind. Ich für dich. Wer dazu Ja sagt ist Christ. Gott wartet auf mein Ja.

4.3 Deswegen tragen Christen Jesu Kreuz als Schmuck, als Glaubenszeichen: Zu dem gehöre ich. Sie sind Kreuzträger. Durch dieses Kreuz sind sie erlöste Gotteskinder.

4.4 Und deswegen steht auf diesem Kreuz vorne der Name: Jesus Christus. Und hinten: Mein Name. Das ist mein Weg über jeden Abgrund hinweg. Er trägt mich. Er hält mich aus. Diesen Kreuzweg will ich gehen.


5.1 Sich daran festmachen, das ist die Konfirmation. Das können nicht nur Jugendliche. Das kann ein jeder einmal oder immer wieder neu für sich vollziehen. Das zeichnet Christen aus. Einen solchen Balken kennt keine andere Religion. Das ist die Einzigartigkeit von Jesus Christus.

5.2 Verstehen Sie jetzt, warum das Kreuz hier steht? Und warum es zu Hause bei den Jugendlichen vielleicht im Zimmer hängt. Es ist ein Siegeszeichen. Die Konfirmation macht daran fest.


Amen.



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Zuletzt geändert am 03.05.2010 von: (fp)