Deutschsprachiges Evangelisches Pfarramt an der Costa del Sol - online
Startseite

Grußwort

Gottesdienste

Predigten

Predigtplan

Gottesdienste
passiert...notiert...
und Fotos
Veranstaltungen
Wissenswertes
Kontakt und Anreise

 <>< Predigt zum
Erntedankfest 2010
von Pfarrer Friedhelm Peters,
Costa del Sol

(Rückmeldung oder Frage an
Pastor Friedhelm Peters)

Druck pdf

Gottesdienst am 3. Oktober 2010

Im Segen ernten - dankbar werden

6 Denkt daran: Wer kärglich sät, wird auch kärglich ernten; wer reichlich sät, wird reichlich ernten.
7 Jeder gebe, wie er es sich in seinem Herzen vorgenommen hat, nicht verdrossen und nicht unter Zwang; denn Gott liebt einen fröhlichen Geber.
(8 In seiner Macht kann Gott alle Gaben über euch ausschütten, so dass euch allezeit in allem alles Nötige ausreichend zur Verfügung steht und ihr noch genug habt, um allen Gutes zu tun, 9 wie es in der Schrift heißt: Reichlich gibt er den Armen; seine Gerechtigkeit hat Bestand für immer. 10 Gott, der Samen gibt für die Aussaat und Brot zur Nahrung, wird auch euch das Saatgut geben und die Saat aufgehen lassen; er wird die Früchte eurer Gerechtigkeit wachsen lassen. 11 In allem werdet ihr reich genug sein, um selbstlos schenken zu können; und wenn wir diese Gabe überbringen, wird sie Dank an Gott hervorrufen. 12 Denn euer Dienst und eure Opfergabe füllen nicht nur die leeren Hände der Heiligen, sondern werden weiterwirken als vielfältiger Dank an Gott. 13 Vom Zeugnis eines solchen Dienstes bewegt, werden sie Gott dafür preisen, dass ihr euch gehorsam zum Evangelium Christi bekannt und dass ihr ihnen und allen selbstlos geholfen habt. 14 In ihrem Gebet für euch werden sie sich angesichts der übergroßen Gnade, die Gott euch geschenkt hat, eng mit euch verbunden fühlen.)
15 Dank sei Gott für sein unfassbares Geschenk.

2.Korinther 9, 6-15

Der Sämann als Frau, Rando, Malaga Kirchbild 2009 Der Sämann als Frau, Rando, Malaga Kirchbild 2009

Lied: Alles jubelt, alles singt
1. Wer die richtigen Augen hat, der sieht Berge und Hügel tanzen. Alle Bäume verbeugen sich und die Freude wächst wie die Pflanzen. Refrain: Alles jubelt, alles singt: Alles tanzt, und alles springt, dass die Freude deutlich wird und in allen Herzen klingt.
2. Wer die richtigen Ohren hat, hört das Lied, das die Blumen singen, weil die Sonne sie munter macht, denn Musik ist in allen Dingen. Refrain: Alles jubelt, alles singt: …
3. Wenn der Regen vom Himmel fällt, singt die Erde das Lied der Freude. Aus der Saat, die reift und wächst, wird das Brot für hungrige Leute. Refrain: Alles jubelt, alles singt: …

Liebe Gemeinde!

1.1 Kennen Sie das auch: manchmal kann man gar nicht Danke sagen. Da bleibt das Wort im Hals stecken. Man spürt: es ist alles falsch. Was gesagt wird. Was angeboten wird. Was vorgespielt wird. Es ließe sich allerhöchstens noch sagen: Oh, wie schön. Danke - flötend. Das Wort windet sich zur Schlange.

1.2 Wer die richtigen Augen hat. Das haben wir gesungen. Wie bekommt man die richtigen Augen? Jedenfalls reicht es nicht, nur das Richtige zu sehen. Dann tut sich auf dieser Welt die Falle des Unrechts auf. O Gott, was steckt da schon wieder hinter. Schwupps: zum Danken kommt man nie. Viele werden zynisch, trinken.

1.3 Lieben deswegen Erwachsene Kinderaugen zu Weihnachten? In der Regel schauen die noch nicht tief genug um zu sehen: Ach du meine Güte, was hat es wegen dieser Geschenke für einen Krach gegeben. Ein jüdisches Sprichwort sagt dazu: Wer zu viel vom Baum der Erkenntnis isst, dem schmecken nicht mehr die Früchte vom Baum des Lebens. Wahr gesprochen. Aber muss ich blind sein, um danken zu können?


2.1 Nein. Wer die richtigen Augen hat. Was sind die richtigen Augen? - Wer reichlich sät wird reichlich ernten (6), sagt unser Bibelwort. Das hat ja eine tiefe Weisheit. Knausköpfe geben nix und sie kriegen nix. So sagt es der Volksmund. Stimmt. Und das hängt nicht am Vermögen. Es gilt für Arme und Reiche gleich.

2.2 Wer anerkennend großzügig ist schafft eine Welt der Liebe um sich. Nicht alle gehen damit gut um, die davon profitieren. Ausnutzung ist eingeschlossen. Aber im Ganzen entsteht eine Welt der Wertschätzung. Wer so lebt neidet nicht, sondern tut Gutes. Und das kommt zurück. Oft leuchten Augen von Betroffenen. Sie sagen Danke. Reichlich säen lohnt. Wer die richtigen Augen hat, der sieht es.

2.3 Richtige Augen. Ich sehe nach Oasen der Großzügigkeit in der Wüste der Neider. Ich baue sie. Ich. Ich stütze die, die das auch tun. Die Bibel sagt: Wirf dein Brot auf die Wellen. Sie tragen es zu dir zurück. Richtige Augen sehen, dass sie reichlich säen. Die Ernte kommt zurück. Sie macht mich dankbar.


3.1 Großzügigkeit kann missbraucht werden. Die Ernte kann verderben. Es gibt Menschen, oft Kinder, Enkel, die sind vom Stamme "Nimm". Sie lassen sich unterhalten und aushalten. Nie kommt ein Danke zurück.

3.2 Da gilt es Grenzen für die Oase zu ziehen. Genug ist genug. Wo die richtigen Augen offensichtlich fehlen, da muss das Leben sie erst öffnen. Keiner hat das Recht, einen ganzen Acker zu zertreten, auf dem reichlich gesät wird. Richtige Augen sehen das. Bei dir ist es genug. Hier ist die Grenze. Aber die Großzügigkeit bleibt.


4.1 Wer die richtigen Augen hat. Ja, wer hat solche Augen? Wer lebt so großzügig? Wer hat reichlich gesät und ist darüber dankbar geworden? Wer ist Erntedank voller Dank? Wer ist so?

4.2 Der Maler Rando hat für eine Kirche in Malaga dieses Bild gemalt, das wir vor uns sehen. Der Sämann. Jesus sät und sät und sät. Reichlich. Kein Knauskopf. Großzügig. Er tut es bis heute. ER ist so. Vom blauen Himmelsgrund sät er auf braunen Erdenboden. Die rote Liebe treibt Ihn. Das ist Sein Opfer. Wer sät opfert.

4.3 Deswegen leben Sie und ich. Deswegen lebt die Natur um uns, noch immer. Es scheint die Sonne über eine Welt, die gut und schlecht behandelt wird. Sein Wort lebt in uns. Wir glauben, wir hoffen, wir lieben. ER sät das täglich in unser Leben, in unser Herz. ER hat die richtigen Augen. ER sieht, dass es reichlich zu geht.


5.1 Sich davon anstecken lassen tut gut. Danke, sagen wir IHM dann. Und wir sehen, dass Berge und Hügel tanzen - in Bewegung sind zum Lobe Gottes. Ich stimme darin ein. Danke. Mein Dank ist Seine reiche Ernte. Durch Ihn wird Erntedank auch für mich möglich. ER ist Sämann, ich bin Seine Ernte. Danke.

5.2 Ist dieses Bild Jesus? Die Person ist eine Frau. - Ja, eine Frau.

5.3 Sie zeigt: Was ER tat, das tue du. Und oftmals tun das in der Kirche besonders Frauen, nicht die Männer. Großzügig dienen. Säe reichlich. Dann entsteht ein wahres Erntedankfest. Für den Herrn und auch um dich.


Amen.



Zur Startseite      Zum Anfang dieser Seite

Zuletzt geändert am 18.09.2010 von: (fp)