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Reformationstag 2010
von Pfarrer Friedhelm Peters,
Costa del Sol

(Rückmeldung oder Frage an
Pastor Friedhelm Peters)

Predigt pdf, Liturgie Tauferneuerung pdf

Gottesdienst am 31. Oktober 2010

Tauferneuerung zum Reformationsfest

21 Jetzt aber ist unabhängig vom Gesetz die Gerechtigkeit Gottes offenbart worden, bezeugt vom Gesetz und von den Propheten:
22 die Gerechtigkeit Gottes aus dem Glauben an Jesus Christus, offenbart für alle, die glauben. Denn es gibt keinen Unterschied:
23 Alle haben gesündigt und die Herrlichkeit Gottes verloren.
24 Ohne es verdient zu haben, werden sie gerecht, dank seiner Gnade, durch die Erlösung in Christus Jesus.
25 Ihn hat Gott dazu bestimmt, Sühne zu leisten mit seinem Blut, Sühne, wirksam durch Glauben.
So erweist Gott seine Gerechtigkeit durch die Vergebung der Sünden, die früher, in der Zeit seiner Geduld, begangen wurden; 26 er erweist seine Gerechtigkeit in der gegenwärtigen Zeit, um zu zeigen, dass er gerecht ist und den gerecht macht, der an Jesus glaubt.
27 Kann man sich da noch rühmen? Das ist ausgeschlossen. Durch welches Gesetz? Durch das der Werke? Nein, durch das Gesetz des Glaubens.
28 Denn wir sind der Überzeugung, dass der Mensch gerecht wird durch Glauben, unabhängig von Werken des Gesetzes.

Römer 3, 21-28
Lied: Wasser vom Himmel, fließe zur Erde Wasser vom Himmel, fließe zur Erde 1. Wasser vom Himmel fließe zur Erde, du gibst der Schöpfung Wachstum und Kraft.
2. Wasser der Quelle, ströme zum Meer hin; Dir gleicht mein Leben: Mündet in Gott.
3. Wasser der Wüste, brich aus dem Felsen; Gott will dich tränken, Volk auf dem Weg.
4. Wasser aus Heimweh, Tränen, die heilen; Gott lass mich weinen, wasch mein Gesicht.
5. Wasser des Lebens, sprudelnder Quellgrund, Christus, Du Wahrheit, still meinen Durst.
6. Wasser der Taufe, löse, befreie, schenk Deinen Atem, Heiliger Geist.

Liebe Gemeinde!

1.1 Viele von uns haben soeben ihr Taufversprechen durch ein eigenes Bekenntnis erneuert. Was ist dabei geschehen? Was passiert dadurch mit uns? - Viel hat das mit dem Wort von Paulus zu tun: Gerecht aus Glauben. Luther hat es als Kern der Reformation gesehen. Doch was bedeutet es? Was sagt es uns?

1.2 Getauft - ja. Gerecht aus Glauben - ja. Erlöst in Jesus Christus - ja. Sühne durch das Blut Jesu - ja. Und was ist jetzt anders? Was ist neu? Ich sehe immer noch gleich aus. Ich habe noch die gleiche Stimme. Mir tut mein Bein immer noch weh. Was verändert Taufe, Gerecht aus Glauben, Sühne Jesu?

1.3 Wir sind hier an der Basis unseres Glaubens. Machen wir es uns deutlich.


2.1 ER spricht. Und es geschieht. So entstand die Schöpfung nach den Aussagen der Bibel. Und so entstanden Sie und ich. ER sprach. Und Sie und ich entstanden. Kein Zufall. Jeder Mensch - ein Geschenk Seiner Liebe. Samen und Eizelle wurden Leben. Wir wurden zu dem, was wir heute sind. Jedes Leben ein Gedanke, ein Wort Gottes. Auch Sie und ich.

2.2 Danke, sagen die, die das erkennen. Danke, Herr. Ich weiß, ich bin von Dir. Ein wunderbares Geschenk von Dir an mich und die Welt. Danke. -

2.3 Die Taufe hält das fest, wo wir her kommen. Durch unsere Eltern von unserem himmlischen Vater. Die Taufe ist das Siegel im himmlischen Stammbuch. Ich bin getauft, heißt: Ich bin von Gott. Mein Ja dazu bedeutet. Danke.

2.4 Wenn man seinen irdischen Eltern dankbar sein kann ist das schön. Wenn man das beim himmlischen Vater hinbekommt ist das sehr wertvoll. Es macht das Herz froh. Ich bin von Dir, Herr. Danke.


3.1 Eine Geburtsurkunde Gottes zu haben bedeutet aber noch nicht zu wissen, wo es hingeht. Auch dazu hilft die Taufe. Aber das ist vielen Getauften verborgen.

3.2 Mein Leben aus Gott soll zu Ihm zurückkommen. Mein Geist soll Seinen Geist in sich tragen, damit der mich zu Ihm leitet. Durch die Zeit meines Lebens hier auf dieser Erde bis in die Ewigkeit vor Sein Angesicht. Dann kann ich sagen: Ja, Herr, ich bin von Dir. Und jetzt Herr, komme ich zu Dir zurück. Und ER wird sagen: Geh ein in Meine Herrlichkeit.

3.3 Zeigt die Taufe dafür einen Weg? Ist sie ein Kompass? - Ja, sie ist es. Aber wie?


4.1 Abgewaschen wird durchs Wasser alles, was uns von Gottes Licht und Geist hier trennt. Ertränkt wird im Wasser alles in uns, was ohne Gott leben will. Untergehen soll im Wasser jeden Tag der Teil in uns, der sagt: Ich, ich bin von mir, ich werde für mich sein, nur für mich. - Das alles trennt uns von Gott. Das lässt die Kompassnadel drehen und nur auf uns als Richtung zeigen, nicht auf Gott.

4.2 In meinem Ja zur Taufe lasse ich das los. Weg! Was mich von Gott noch trennt. Ich kehre um.


5.1 Doch das alleine reicht nicht. Die Umkehr, Buße, ist wohl nötig. Doch sie schafft nicht den Weg zu Gott. Sie schafft nur meine Bereitschaft.

5.2 Ich brauche einen, der mich packt und rauszieht. Ich brauche einen Retter. Ich brauche einen, der mich zu Gott hinbringt. Ich brauche einen, der mir den Platz bei Gott gibt, der Seine Stelle vor IHM mir überlässt.

5.3 Das ist der Herr, Jesus. Er tut das. ER gibt den Platz bei Seinem Vater für mich auf. ER stirbt für mich am Kreuz den Tod des Sünders, der ich bin. ER gibt die Stellung eines Gotteskindes an mich ab. Er wird was ich bin, gibt mir was ER ist. ER tauscht. ER zieht mich raus. Er nimmt was mich von Gott trennt auf sich selbst. ER gibt, was Ihn mit Gott eint an mich ab. So werde ich ein Gotteskind: Durch Jesu Tod für mich und Gabe Seines Lebens an mich.


6.1 Aus der Taufe gehoben - so sagen wir, wenn wir sagen: Es ist etwas Neues entstanden.

6.2 Das Wasser der Taufe ist Lebenswasser für Christen. Jesus holt uns raus. Durch Seine Vergebung tragen wir im Herzen ein reines weißes Kleid. Sein Gewand. Der Weg zum himmlischen Vater ist frei. Ich komme bei IHM an. - Ich komme, kann ich sagen. Und ich freue mich auf Dich.

6.3 Ich bin getauft. Ja. - Wer dies sagt, kann sich des Grundes und dieses Zieles seines Glaubenswegs gewiss sein.


Amen.


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Zuletzt geändert am 05.10.2010 von: (fp)