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Ewigkeitssonntag 2010
von Pfarrer Friedhelm Peters,
Costa del Sol

(Rückmeldung oder Frage an
Pastor Friedhelm Peters)

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Gottesdienst am 21. November 2010

Heilig leben

1 Dann sah ich einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, auch das Meer ist nicht mehr.
2 Ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott her aus dem Himmel herabkommen; sie war bereit wie eine Braut, die sich für ihren Mann geschmückt hat.
3 Da hörte ich eine laute Stimme vom Thron her rufen: Seht, die Wohnung Gottes unter den Menschen! Er wird in ihrer Mitte wohnen, und sie werden sein Volk sein; und er, Gott, wird bei ihnen sein.
4 Er wird alle Tränen von ihren Augen abwischen: Der Tod wird nicht mehr sein, keine Trauer, keine Klage, keine Mühsal. Denn was früher war, ist vergangen.
5 Er, der auf dem Thron saß, sprach: Seht, ich mache alles neu. Und er sagte: Schreib es auf, denn diese Worte sind zuverlässig und wahr.
6 Er sagte zu mir: Sie sind in Erfüllung gegangen. Ich bin das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende. Wer durstig ist, den werde ich umsonst aus der Quelle trinken lassen, aus der das Wasser des Lebens strömt.
7 Wer siegt, wird dies als Anteil erhalten: Ich werde sein Gott sein, und er wird mein Sohn sein.

Offenbarung 21, 1-7

Lied: Wir stehen im Morgen

Liebe Gemeinde!

1.1 Wir haben im vergangenen Jahr Abschied nehmen müssen von Menschen, die uns nahe standen, die wir liebten. Wir haben Bilder aufgestellt, Kerzen entzündet. Wir werden ihre Namen verlesen und für sie beten.

1.2 Wir tun das, weil unser Abschied Bilder der Erinnerung braucht. In ihnen sehen wir, was uns an der Trennung innerlich weh tut und fehlt. Unser Wunsch dabei ist: Es soll heller werden. Wir möchten ohne großen Schmerz sagen können: Für sie, ihn ist es gut. Ich kann loslassen. Ich habe verlorenen Boden wieder gefunden. Bilder des Schmerzes - Lichter der Hoffnung.

1.3 Wenn wir diesen Weg des Loslassens unserer Lieben heute gehen, dann ist das gut. Wer dabei Trost in seinem Glauben findet, der kann für diesen Segen dankbar sein. Der Herr kennt unsere Tränen. ER sammelt sie in Seinem Krug. Keine geht bei Ihm verloren. Auf unserem Andachtsbord steht deshalb ein Tränenkrug. Der Herr sagt: Deine Lieben gehen. ICH bleibe. - ER geht den Weg der Trauer mit.

1.4 Und die, die gegangen sind? Wo sind sie hin? Haben wir den Blick des Herzens frei, dorthin zu schauen?


2.1 Die Bibel sagt nicht viel über das Zukünftige, was uns nach unserem Tod erwartet. Sie legt Wert auf unsere Liebe zu Gott und zu den Menschen hier auf Erden. So sollen wir unseren Glauben leben. Jesu Erlösung am Kreuz und Sein Auferstehungsleben machen uns dazu fähig. Bleibet in Mir, sagt ER.

2.2. Doch dann blitzt immer wieder etwas auf von dem, was auf die wartet, die so leben. Der dichte Vorhang unserer Zeit zerreißt. Er öffnet einen Blick. Wohin? In eine dunkle Zukunft, eine helle? Nein, in vielmehr. In eine neue Welt, die heller ist als hell. Strahlendes Licht der Ewigkeit bricht ein. Davon ist unser Text ein Zeugnis.

2.3 Es ist gut, dass das Paradies nicht nur hinter uns liegt. Es liegt in gesteigerter Form auch vor uns. Unsere Welt der Sünde bleibt ein Zwischendrama. Himmel und Erde werden vergehen. Aus Seinem Wort wird eine neue Welt entstehen. Das ist unsere Grundhoffnung als Christen. Als Letztes wartet auf uns nicht das Grab, sondern der Herr. Und Der wohnt im Licht. Erlösung hat eine herrliche Zukunft. Im Glaubensbekenntnis heißt es: Auferstehung der Tote, sogar des Leibes, und ein ewiges Leben. - Was sagt der Text dazu?


3.1 Das erste Paradies war ein Garten mit den Bäumen der Erkenntnis und des Lebens. Das kommende wird von einer Stadt geprägt sein. Leben und Erkenntnis sind nicht mehr wachsende Früchte der Paradiesesbäume. Sie sind geerntet. Sie sind Bestandteil dieser neuen Welt. Sie brauchen nicht mehr zu Gott zu führen. Warum? ER selbst ist da. Die Wohnung Gottes ist unter uns Menschen. Gott wohnt nebenan. Direkt geh ich zu IHM. DU: Was ich noch fragen wollte. Seine Antwort wird mich erreichen. Wir sind am Ziel. Die Bibel nennt diese Form des Paradieses das himmlische Jerusalem. Sie sagt auch: Wir sind wie eine Braut. Wenn wir jetzt als Kirche mit Jesus, dem himmlischen Bräutigam, verlobt sind - im günstigsten Fall, falls wir Ihm nicht ständig weglaufen - dann sind wir dort mit Ihm verheiratet.

3.2 Kein Zweifel. Wenn Gott nebenan wohnt, dann haben Trauer, Klage und Mühsal keinen Platz mehr in unseren Wohnungen, zwischen uns und in unseren Herzen. Dann werden Freude, Jubel und Leichtigkeit regieren. Stelle Sie sich vor. ER vermag, Tränen der Trauer in Freudentränen zu wandeln.

3.3 ER wird es. ER ist treu. - Ja, aber - sagen wir. Und wir denken an die vielen ungelösten Dinge und manches unfassbare Grauen. - Doch! Sagt die Bibel. Der Grund: Der Tod wird nicht mehr sein. Der Engel des Todes, der das Leben hier beendet, der Zugriff auf uns hat aufgrund der Sünde, er legt die Sense nieder. Dienst beendet. Nicht er bestimmt fortan wann meine Tage enden. Es wird nicht mehr geweint aufgrund von Trauer. Dann packen wir unsere Taschentücher weg.


4.1 Und wer hat Zugang zu dieser Herrlichkeit des kommenden Paradieses? - Wer siegt, wird dies als Anteil erhalten (7), sagt unser Wort. - Und wer siegt? - Wer durstig ist, den werde ICH umsonst aus der Quelle trinken lassen, aus der das Wasser des Lebens strömt (6). Umsonst. Da ist sie wieder. Die Gnade. ER schenkt sie uns.

4.2 Lebenswasser. Erst reinigt es in der Taufe unser Herz. Dann trinken wir es als Erfüllung mit dem Heiligen Geist. Leib und Blut für dich gegeben beim Abendmahl sind dafür Zeichen. Immer gibt ER sie umsonst. Nehmen wir sie. Wir können damit siegen. Und siegen heißt: Ankommen im kommenden Paradies.

4.3 Beten wir, dass wir und die, die schon gegangen sind, dorthin gelangen.


Amen.


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Zuletzt geändert am 05.12.2010 von: (fp)