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Heiligabend
von Pfarrer Friedhelm Peters,
Costa del Sol

(Rückmeldung oder Frage an
Pastor Friedhelm Peters)

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Gottesdienst am 24. Dezember 2011

Komm wir gehen nach Bethlehem
Lukas 2, 1-21

Liebe Gemeinde!

Alle: Komm wir gehen nach Bethlehem.

Warum eigentlich?
Die Freude über die Geburt Jesu Christi ist der wahre Grund, dass wir uns zu Weihnachten gegenseitig Geschenke machen. Weil Gott uns durch Seinen Sohn Jesus Christus reich beschenkt hat, möchten wir etwas an andere weitergeben. Darum also. Darum gehen wir nach Bethlehem, an die Quelle. Damit was wir jetzt hier und später zu Hause tun getragen ist von einer tiefen Freude. Das Essen schmeckt anders, die Schleifen an den Geschenken öffnen sich anders, die Karten, Briefe und E-Mails lesen sich anders, wenn das Vorzeichen stimmt: Freude. Der Glückwunsch: Frohe Weihnacht, die Umarmung und der Kuss werden anders, wenn in unseren Herzen das Feuer der Freude brennt. Selbst das Licht auf dem Christbaum gibt einen anderen Schein, wenn in uns Freude über Jesu Geburt als wahrer Grund von Weihnachten lebendig ist. Deshalb also:

Alle: Komm wir gehen nach Bethlehem.

Alle Mitspieler:
Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde. Und diese Schätzung war die allererste und geschah zurzeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war. Und jedermann ging, dass er sich schätzen ließe, ein jeder in seine Stadt.

Ein Verkehr war das. Hochkonjunktur in den Karawansereien - den Flughafenhallen der Antike. Der Tourismus boomte. Aber das nicht freiwillig wie heute. Die Reisen waren angeordnet. Dabei ging es um das gleiche Thema: Geld. Das wollte man von den Reisenden - wenn auch hier ohne Gegenleistung. Dafür mussten sie in ihre Geburtsstädte. Nur dort kriegte man die Familien zusammen. Und die Familien, nicht die einzelnen, zahlten Steuern je nach Besitz und Stand. Rüstungskosten des Römischen Reiches sollten damit beglichen werden. Wie die Welt doch gleich geblieben ist. Erstaunlich: Gott kann selbst durch so etwas handeln. ER kommt immer quer. IHM ist keine Situation zu schlecht für einen Neuanfang. Deshalb also:

Alle: Komm wir gehen nach Bethlehem.

Maria und Josef:
Da machte sich auf auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, weil er aus dem Hause und Geschlechte Davids war, damit er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe; die war schwanger. Und als sie dort waren, kam die Zeit, dass sie gebären sollte. Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge.

Das Geschenk Gottes an uns Menschen. Ein Kind. Das finden wir in Bethlehem. Ein Kind ist Quelle der Freude?
Ja, ein Kind ist Freude. Es zeigt: Dein Leben geht weiter. Trotz Mühe und Kampf, trotz Krankheit und Mangel. Dein Leben geht in jedem Kind weiter, dem du hilfst. Lege es in eine Krippe. Hilf ihm mit dem, was du kannst. Sing ihm ein Lied, auch wenn deine Stimme wackelt. Das ist Zukunft. Das macht Sinn. Das ist Freude. Maria und Josef tun dies. Tun wir es mit ihnen wo wir es können.

Alle: Komm wir gehen nach Bethlehem.

Hirten:
Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde. Und der Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr.

Das ist wohl immer so, wenn Gott eingreift. Dann wird es heilig. Das macht Furcht. Danach erst kommt die Freude. Jetzt bitte in der Spur und auf dem Weg bleiben.

Alle: Komm wir gehen nach Bethlehem.

Engel:
Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids. Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen.
Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.

Alle: Komm wir gehen nach Bethlehem.

Das ist nicht nur ein Kind, der Jesus. Das ist ein Gotteskind. Das zeigen uns die Engel. Mit IHM kommt Gottes Gegenwart zu uns. Sie bringt worüber Engel jubeln. Liebe Gottes, Frieden schon auf Erden. Vergebung, Vertrauen auf Gott - wie Jesus später zeigen wird. Das Licht der Ewigkeit, es leuchtet schon hier. Wer hingeht, der empfängt. Wer annimmt, wird entzündet. Wer Jesus für sich nimmt bekommt die Freude Gottes. Man sollte auf das achten, was Engel einem raten. Deshalb:

Alle: Komm wir gehen nach Bethlehem.

Hirten:
Und als die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten untereinander: Lasst uns nun gehen nach Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kundgetan hat. Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Josef, dazu das Kind in der Krippe liegen.

Ja, sie sind losgegangen. Sie suchten mit dem Herzen und fanden Weihnachtsfreude bei Jesus. Wir sollten diesen Gottesdienst hier nicht verstreichen lassen, es ihnen nachzutun.
Jesus, Du Gotteskind. Ich nehme Gottes Liebe für mich an. Gib mir auch Deinen Frieden. Ich werde ihn weitergeben, noch heute. Vor allem Deine Freude nehme ich. Sie wird mich tragen heute, morgen, jeden Tag. Jetzt bin ich auch nach Bethlehem gekommen.

Alle: Komm wir gehen nach Bethlehem.

Amen.


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Zuletzt geändert am 24.12.2011 von: (fp)