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 <>< Predigt zur Konfirmation
am Sonntag Judika
von Pfarrer Friedhelm Peters,
Costa del Sol

(Rückmeldung oder Frage an
Pastor Friedhelm Peters)

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Gottesdienst am 25. März 2012

Konfirmation - Festmachen

ER führet mich auf rechter Straße um Seines Namens willen.


Psalm 23, 3

Liebe KonfirmandInnen, liebe Gemeinde!

1.1 Eigentlich ist Konfirmation - ja was? Sie ist wie eine riesige Wäscheklammer. Na, denkt da mancher. Das Hemd und die Hose haben unsere Kinder Gott sei Dank an, die hängen nicht mehr an der Leine. Wieso jetzt Wäscheklammer? - Natürlich geht es nicht um Wäscheklammern für die Hose.

1.2 Konfirmation ist eine Klammer für das Herz. An welcher Leine mache ich mein Herz fest? Was soll mein Innerstes halten? Worauf verlasse ich mich, so dass ich nicht verlassen bin? Das sind die Klammerfragen. Konfirmation beantwortet diese Fragen und sagt: DU. Du Gott bist es. An Dir mache ich mein Leben fest. Ich halte mich an Dich. Du sollst mich halten. Ich sage Ja zu Dir, Gott. Ich habe begriffen: Du sagst auch Ja zu mir. Das Konfirmationsversprechen ist ein Gelübde auf den Halt an Gott.


2.1 Festmachen: confirmare. Es gibt so viele Klammern, die uns im Leben in den Griff nehmen. Manches wählen wir freiwillig. Aber manches nimmt uns unfreiwillig in die Zange. An wie vielen Leinen hängen wir. Und manche sind auch gar nicht schön. Sie nehmen jeden Spielraum. Sie fesseln Herz und Sinne. Jugendliche ahnen das. Erwachsene wissen es.

2.2 Im Konfirmandenunterricht haben wir geübt. Festmachen an der unsichtbaren Welt ist immer freiwillig und schön. Und es ist ein Kunststück. Alleine läuft da nichts. Deswegen üben wir Glauben.


3.1 Wer seinen Raum der Stille kennt und ihn besuchen kann, der lernt sein Herz von innen kennen. Dort kann ich selber Gott begegnen. Unsere Lichtübung, unsere Hirtenübung führten zu Ihm. Wie will ich mich an Gott festmachen, wenn ich Ihn nicht persönlich kenne? Ein jeder kann die Gegenwart von Gott so in sich selbst entdecken. ER ist da. Sein Geist in meinem. Das geistliche Tagebuch kann mir ein "göttliches Facebook" sein, wo ich notiere was ER mit mir spricht. Festmachen im Herzen.
Mache ich mein Leben in meinem Raum der Stille an Ihm fest? Du, Hirte. Ich vertraue Deiner Führung.

3.2 Wer seine Bibel mit dem Herzen liest findet den PinCode, das Wort des Herrn für ihn. Herr, darauf weist Du mich heute hin. O, danke. Und schon habe ich mich festgemacht. An Seinem Gotteswort. Und Tausende von Christen tun das mit mir, jeden Tag. Dafür habt Ihr das Losungsbuch von diesem Jahr. Vergesst es nicht im nächsten Jahr zu kaufen.
Und dafür ist auch euer Konfirmationsspruch da. Er geht das ganze Leben mit und sagt euch immer neu, was Gott noch mit euch vorhat. Festmachen auf eine zweite Weise: am Wort von Gott.

3.3 Weiter haben wir geübt, Geheimnisse des Glaubens zu verstehen, die Sakramente. In der unsichtbaren Welt wird das Wasser der Taufe zum Lebenswasser. Und Brot und Wein auf dem Altar werden zur Himmelsspeise. Bin ich getauft, dann hat Gott Ja zu mir gesagt. Die unsichtbare Welt sieht mein weißes Gewand, das ich bekam als Schutz vor allem Bösen. Ich bin ein Gotteskind.
Ich akzeptiere? Ich mache mich daran fest? Konfirmation sagt Ja. Ich mache mich fest an Gottes Ja der Taufe. Und ich nehme das Himmelsbrot des Abendmahls als Nahrung meines Glaubens: So oft es geht. Das soll mich stärken, festmachen an Seiner Nahrung. Wie, das weiß der Herr. Ich lerne.

3.4 Bleibt noch das Kreuz von Jesus, das wir hier sehen. Warum ER daran starb? Einer muss doch bezahlen, was alles Gute kostet. Die Gottesherrschaft Jesu kam mit Wundern und mit Heilung, mit Freiheit und mit neuer Gottesliebe. Und Jesus brachte nicht nur das. ER räumte auch hinweg, was uns davon noch trennt. Was uns festmacht und bindet an Dunkles, Gottesferne, Sünde. Das alles her zu Mir, sagte ER. Dafür sterbe Ich. Dass Jesus für mich Sünder wird und ich statt Seiner Gotteskind - das ist der Dreh des Kreuzes. ER für mich. Wer das in Anspruch nimmt weiß was Erlösung ist. Festmachen an Seinem Kreuz? Tue ich dies habe ich Vergebung, bin ich erlöst.


4.1 Dafür nun steht das Kreuz da, mit den Leinen. Konfirmation ist festmachen. Festmachen über den Raum der Stille, über Sein Wort, über Sein Ja der Taufe, über seine Stärkung im Abendmahl, festmachen an Seiner Erlösung. An Ihn.

4.2 Ein jeder wählt, entscheidet selbst. Nur freiwillig zählt. Und jederzeit kann ich ganz neu beginnen. Konfirmation ist nicht ans Lebensalter festgemacht, sondern ans Herz.
Wir haben uns in der Gruppe darüber verständigt, dass jeder selbst das Maß seines Vertrauens in Gott bestimmt. Das drückt ein jeder aus, wenn gleich beim Konfirmationsversprechen das Ja Wort laut hier ausgesprochen wird.

4.3 Und Sie. Sie dürfen selbst auch laut mit Ja einstimmen, wenn Sie Ihr Ja Wort zu Gott noch einmal hier erneuern wollen.

4.4 Dass so ein Glaubensweg ein guter wird, darauf vertrauen wir. Das Bibelwort bestätigt es: ER führet mich auf rechter Straße um Seines Namens willen. Für diesen Weg wird jede, jeder gleich gesegnet.


Amen.


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Zuletzt geändert am 25.03.2012 von: (fp)