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 <>< Predigt vom 6. Oktober 2002

(Peters)

Erntedank, in der Johanniskirche

So lasst uns nun durch ihn Gott allezeit das Lobopfer darbringen, das ist die Frucht der Lippen, die seinen Namen bekennen. Gutes zu tun und mit anderen zu teilen, vergesst nicht; denn solche Opfer gefallen Gott.

Hebräer 13,15-16

Liebe Gemeinde,

(A) Gott ist zu loben ...

Erntedank – ein Fest des Dankes. Unser Dank richtet sich an Gott. Und es gibt genügend Gründe Gott zu danken, Ihn zu loben.

  • Einiges, eine Auswahl an Lebensmitteln, steht hier in der Kirche, von den Kindern des Kindergartens hierhergebracht.

Und die Palette könnte sicher noch weiterergänzt werden, wenn wir an den Reichtum unseres Lebens denken:

  • noch weitere Lebensmittel
  • Oder wie an einem anderen Ort an einem Erntedankfest geschehen: elektrische Haushaltsgeräte, CD-Player, Fernseher, Autos …
  • Oder vielleicht - wo vorhanden: Arbeitsverträge, Versicherungspolicen, Sparverträge oder -bücher.
  • vielleicht auch: Erinnerungsfotos vom letzten Urlaub, von der letzten Feier …

Einiges ungewohntes sicher dabei, doch: Alles dies gehört doch zu unserem Leben dazu, zu einem Leben, das in aller Regel gut abgesichert ist und - gemessen am Durchschnitt der Welt – im Wohlstand geführt werden kann.

Doch – es gibt genug Grund, dankbar zu sein.

Wie sieht unser Dank aus? Die Verse aus dem Hebräerbrief geben einen Hinweis: Gott das Lobopfer bringen als Frucht unserer Lippen, und die Zuwendung zu unseren Mitmenschen.

(B) ... im Lobpreis ...

Zunächst: Gott danken, Ihn loben und preisen – das ist das, was wir in diesem Gottesdienst tun. In Liedern und Gebeten richten wir uns an Gott. Und wir tun dies, weil wir wissen, dass Er im letzten der Geber „aller guten Gaben" ist. Aus Seiner Hand empfangen das, was unser Leben möglich und dann auch reich macht. Daran dürfen wir uns erinnern. Im Hebräerbrief werden wir darauf hingewiesen, das steht einige Verse davor, dass Gott durch Jesus selbst uns den Weg freigemacht hat, so dass wir zu Ihm kommen können. Durch Ihn, Jesus, können wir Gott auch loben und preisen und sollen es auch.

Aber eben nicht nur im Gottesdienst. Diese Haltung des Lobpreises soll und darf das ganze Leben durchziehen. Und dies jenseits aller Gefühle von Dankbarkeit. Es ist die besondere Beziehung, die wir durch Jesus zu Gott haben, es ist der Friede in dem wir leben dürfen, dass wir immer und an allen Orten von Ihm begleitet, getragen und versorgt sind – manchmal auch gegen den äußeren Anschein. Das Lobopfer, von dem der Hebräerbrief redet, ist auch schon das stille Gebet am Beginn eines Tages: "Danke, Herr, durch Dich bin ich ein geliebtes Kind Gottes." Still, einfach und doch wirklich genug.

Aber es bleibt nicht dabei stehen. Das Lobopfer vollzieht sich auch im ...

(C) ... im Befolgen Seiner Gebote:

Jesus hat es uns vorgelebt, Er ist den Weg vor uns hergegangen: "Gutes zu tun und mit anderen zu teilen ..."

Auf diesem Weg sollen wir weitergehen. Die Gaben in unserer Hand, an die wir zu Beginn dachten, sind uns von Gott anvertraut und gegeben, damit wir sie gebrauchen und einsetzen – aber nicht nur zu unserem Wohl.

Wir dürfen und sollen genießen, was wir haben. Sozusagen den Ertrag unserer Arbeit.

Aber Gott weist uns auch den Weg der Solidarität, weist uns darauf, dass wir nur im Verbund mit unseren Mitmenschen leben und die Gaben in unserer Hand auch für sie bestimmt sind. Sicher nicht für alle sechs Milliarden gleichzeitig, aber für die, die Gott uns über den Weg schickt.

(D) Liebe Gott mit ganzem Herzen
und deinen Nächsten wie dich selbst.

Es ist sicher nichts prickelnd neues in diesen Erkenntnissen.

Aber wir werden heute noch einmal daran erinnert: Lobe Gott und wende dich deinem Mitmenschen zu.

Hören sie darin nicht auch das Gebot der Liebe, nach dem Jesus einmal gefragt wird: "Liebe Gott mit ganzem Herzen, mit aller Kraft und deinen Nächsten wie dich selbst."

Und so ergibt sich die Frage, ob diese Gaben hier in der Kirche nicht doch eine - unsichtbare - Ergänzung brauchen: Fragen Sie sich doch, ob nicht auch Ihr Leben hier vor die Stufen des Altars gelegt sein sollte. Mit einem Gebet wie diesem: "Mein Leben, Jesus, verdanke ich Dir. Ich gebe es Dir zurück, mit dankbarem Herzen. Ich will es so gestalten, wie Du mich führst."

Amen.



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Zuletzt geändert am 22.04.2007 von: (fp)