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 <>< Predigt vom 24. Dezember 2002, Familien-Mini-Gottesdienst

(Friedhelm Peters)

Heiligabend, Johanniskirche

Thema: Weihnachten, der grosse kleine König Jesus

Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde. Und diese Schätzung war die aller erste und geschah zur Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war. Und jedermann ging, dass er sich schätzen ließe, ein jeder in seine Stadt. Da machte sich auf auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, weil er aus dem Hause und Geschlechte Davids war, damit er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe;* die war schwanger. Und als sie dort waren, kam die Zeit, dass sie gebären sollte. Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge. Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde. Und der Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr. Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids. Und das habt zum Zeichen: ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen. Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens. Und als die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten untereinander: Lasst uns nun gehen nach Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kundgetan hat. Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Josef, dazu das Kind in der Krippe liegen. Als sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, das zu ihnen von diesem Kinde gesagt war. Und alle, vor die es kam, wunderten sich über das, was ihnen die Hirten gesagt hatten. Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen. Und die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war.

Lukas 2, 1-14

Liebe Kinder, liebe Eltern und Angehörige!

Weihnachten feiern ist schön. Diese Aufregung! Gleich geht es los mit der Bescherung. Und wie lange gibt es schon zu Hause diese Aufregung! Schade, dass manchmal alle so geschafft sind. Es ist doch sooo schön. Ist es das? Ja. Und jetzt haben wir es noch einmal gesehen und gezeigt bekommen. Das größte Geschenk zu Weihnachten hat Gott gemacht. Dass Gott überhaupt etwas schenkt ist schon merkwürdig. Doch Christen glauben das. Gott schenkt die Mama und den Papa und natürlich auch Euch als Kinder. ER schenkt die Sonne und den Mond und die Erde. ER schenkt die Advents- und Weihnachtstage. Und ER schenkt auch den Geruch von den Plätzchen und das Essen und die Freude über das schöne Licht. Das macht ER alles. Doch SEIN größtes Geschenk ist das noch nicht. Das größte Geschenk von Gott ist, dass ER selbst in Jesus zu uns gekommen ist und nicht nur einen Brief oder ein Päckchen geschickt hat. Die Leute haben immer gedacht, Gott ist wie ein größer König. Und sie haben ja auch damit Recht. Was macht ein großer König? ER schreitet. Und wenn ER schreitet ist ER groß. Und jeder, der mit IHM geht wird automatisch dadurch klein. Es ist schön, wenn man neben echt großen Leuten her gehen kann. Das kennt ihr. Wenn man mal gerade nicht etwas eigenes ausprobieren will ist es großartig, neben Papa und Mama herzugehen. Wenn sie als große Leute gehen und du hast deine Hand in ihrer, dann bist du auch vor Sicherheit ganz groß. So geht es, wenn du mit Gott gehst. Du wirst ganz sicher und innerlich groß an Seiner Seite. Seine Größe trägt dich, obwohl du selber läufst wie bei Papa und Mama. Da musst du auch selber laufen. Obwohl, wenn es gar nicht mehr geht, nimmt Papa dich vielleicht auch auf die Schulter. Und das tut Gott sogar manchmal auch. Dann bist du noch größer durch IHN, obwohl du eigentlich klein bist. Später stimmt das immer noch. Auch Papa und Mama und sogar die Großeltern freuen sich, wenn sie neben einem großen König hergehen können. Sie sagen, ER nimmt die Sorgen. Das ist, wenn man sich nicht selbst auf die Schultern setzt, aber dafür die Last des Herzens auf die Schultern des anderen legt. Es tut gut. Du weißt das auch. Es gibt viele Kinder, die haben keinen, der sich als Papa oder Mama um sie kümmert. Das ist sehr schlimm für sie. Sie müssen selbst groß sein. Aber sie können das oft nicht. Papa oder Mama oder auch manchmal beide sind weg. Wer das erlebt ist oftmals sehr allein. So geht es auch ganz vielen Menschen mit Gott selbst. Obwohl sie ihn als großen König gerne hätten, der neben ihnen schreitet, sie sehen IHN nicht, sie finden IHN auch nicht. So sind sie ganz allein. Im Laufe ihres Lebens haben sie sich zwar daran gewöhnt. Doch eigentlich fehlt ER doch sehr. Wer hätte denn nicht gerne einen großen, starken Held, der neben einem geht. Jetzt kommt das eigentlich Geschenk von Weihnachten. Gott hat das oft erlebt wie sehr die Menschen IHN nicht sehen. So hat ER sich verpackt, versteckt, verborgen. Nicht in eine Kiste oder ein Papier. Nein, noch viel besser. Gott, dieser große König, hat sich versteckt in einem kleinen Kind, dem Jesuskind im Stall von Bethlehem. Warum denn das? Warum so winzig, warum denn so klitzeklein? Ihr kennt die Antwort. Wenn Gott sooo groß ist, komme ich vielleicht doch nicht an Seine Hand, so könnte mancher denken. Wenn Gott so klein ist, dann kommt jeder hin. Wenn ER sogar wie Jesus als ein Baby kommt, dann kann ER ja auf meinen Arm. Dann ist Er wirklich da bei mir. Dann ist ER da. Nie mehr allein. Das ist das große Weihnachtsgeschenk von Gott dem König. Nie mehr allein, ICH werde für euch so klein. Ein jeder kann Mich fassen. Vergiss nicht dein Weihnachtsgeschenk von Gott. Du kannst es in der Krippe hier und zu Hause unter dem Tannenbaum sehen. Jesus, der große König Gottes, ist das Geschenk. Sooo klein ist ER, dass jeder IHN anfassen kann. Vielleicht darfst du das ja auch zu Hause einmal tun. Du berührst IHN ganz zart und sagst: Danke, großer König, dass Du klein geworden bist für mich. Und wir, liebe Eltern und Erwachsene, wir dürfen dasselbe auch tun.


Amen.



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Zuletzt geändert am 22.04.2007 von: (fp)