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Etwa 25 Frauen sind der Einladung nach Marbella, El Angel, gefolgt, um den Gottesdienst zum Weltgebetstag der Frauen am 5. März zu feiern. Weltweit treffen sich an diesem Tag Frauen aller Konfessionen zum gemeinsamen Gebet.

Weltgebetstag 2004
Weltgebetstag 2004 Weltgebetstag 2004 Weltgebetstag 2004

Zum Kreis der Teilnehmenden in Marbella - auch Männer waren als Gäste anwesend - gehörten Deutsche, Spanier und Engländer.

Einige Teile der Liturgie wurden nicht nur in deutscher Sprache, sondern auch in Spanisch gebetet. Die Gebetsgottesdienst war von Frauen unter Leitung von Frau Stiftel vorbereitet worden. Die beiden Pfarrer des Deutschsprachigen Evangelischen und katholischen Pfarramtes bildeten das Musikteam mit E-Piano und Gitarre, um die frischen Gesänge zu begleiten.

Frauen aus Panama hatten in diesem Jahr die Gebetsordnung erstellt. Über ihr Leben und ihren Glauben in Panama wurde informiert. Ermutigende Lieder, Texte und Gebete zum Thema "Im Glauben gestalten Frauen Zukunft" bildeten den Inhalt des Gebetsgottesdienstes.

Beim anschließenden Kaffeetrinken kam es zum lebhaften und fröhlichen Austausch der Teilnehmenden.

Weltgebetstag 2004 Weltgebetstag 2004
Die Predigt wurde von Frau Stiftel, Prädikantin, gehalten.

Predigt Weltgebetstag der Frauen
5. März 2004, Marbella

"Im Glauben gestalten Frauen Zukunft", der Gottesdienst der Frauen aus Panama würdigt und feiert dies und will uns ermutigen, nicht nachzulassen: im Glauben und im Gestalten der Zukunft, denn beides gehört zusammen.


Frauen haben häufig wenig Macht, Einfluss und Gestaltungsmöglichkeit. Vielleicht dachte die eine oder andere von uns schon, dass es ungerecht sei, Frauen so viel Verantwortung für die Zukunft zuzumuten.


In Panama wurde z.B. erst im Jahre 2002 ein Gesetz verabschiedet, das den Frauen erlaubt, eigenen Landbesitz zu haben und sich gemeinsam mit ihrem Ehemann ins Grundbuch eintragen zu lassen. Seit 1945 haben Frauen das allgemeine Wahlrecht. Wegen der schlechten Arbeitsbedingungen leben die Frauen Panamas mit ihren Kindern häufig allein. Der Mann und Vater arbeitet im Ausland oder auf den großen Latifundien. Aus der Selbstverwaltung der indigenen Bevölkerung sind Frauen bis heute noch weitestgehend ausgeschlossen.

Trotzdem - Frauen haben eine moderne Gesetzgebung zur Gleichstellung erkämpft und arbeiten in allen Berufen. Allerdings ist die eigentliche Situation der Frauen je nach Herkunft und wirtschaftlicher Lage sehr unterschiedlich. Frauen europäischer Herkunft geht es wirtschaftlich und finanziell im allgemeinen besser als Frauen afrikanischer, asiatischer oder indigener Herkunft.


Diese Frauen verschiedener Herkunft möchten Sie nun einladen, die von ihnen ausgesuchten biblischen Texte neu zu bedenken:


Es sind keine Texte, die eine Ordnung bestätigen, die Männer über Frauen stellt. Es sind Texte, die von der Überwindung dieser Ordnung erzählen. Trotzdem erfahren Frauen noch an vielen Orten der Welt Ungerechtigkeit, Ausbeutung und Gewalt. Denken wir nur an die Herrschaft der Taliban in Afghanistan, die Frauen jeglichen Schulbesuch und jegliche Berufstätigkeit verboten. Witwen und ihre Kinder konnten verhungern, wenn sie nicht von ihrer Familie unterstützt wurden.


Da gab es in der Wüste fünf Frauen, die Töchter Zelofhads, die sich nicht der Herrschaft der Männer beugen wollten. In der Bibel sind uns sogar ihre Namen überliefert: Machla, Noa, Hogla, Milka und Tirza. Diese fünf Frauen konnten sich nicht vorstellen, dass sie nicht wie Männer erbberechtigt sein konnten. Sie fassten sich ein Herz und gingen zu den Führern ihres Volkes, in erster Linie zu Moses. Sie waren der Meinung, dass Gott, der eben erst unbedingt zu befolgende Gesetze verkündet hatte, ein Gott war, der für Gerechtigkeit einsteht und dafür sogar sein eigenes Gesetz verändert. All dieses sagten sie Moses, den Führern des Volkes Israel und dem Volk selbst vor der Stiftshütte, in der die Steintafeln mit den 10 Geboten aufbewahrt wurden.


Es war sicherlich nicht leicht für sie, ihre Meinung öffentlich zu vertreten. Aber sie wagten es und sie erreichten ein Ende der Ungerechtigkeit. Das war der Beginn einer neuen Wirklichkeit, auch wenn Frauen in vielen Ländern der Welt das Erbrecht verweigert wird. Überall, wo Frauen dieses Recht verweigert wird, ermutigen die fünf Frauen, nicht im Bemühen innezuhalten, sich dieses Recht zu erkämpfen. Denken wir an die Tontafeln der Gesetzgebung Gottes am Berg Sinai. Sie werden weich und biegsam, sie müssen sich bewähren im menschlichen Zusammenleben.


Mit Gottes Hilfe werden sie zum fruchtbaren Acker - Erbbesitz für Frauen. Frauen können für sich und diejenigen, für die sie sorgen müssen, den Lebensunterhalt selbst erarbeiten. Anteil am Land haben, heißt aber auch im übertragenen Sinne, zum Volk Gottes zu gehören, Anteil an der Verheißung Gottes zu haben. Die fünf Töchter Zelofhads konnten sich das aber auch nicht anders vorstellen. Sie waren keine Sache, die vom Willen der Männer der Familie abhingen, auch Frauen gehören zum Volk Gottes, ohne jede Einschränkung. Diesen Glaubensschatz gaben sie an uns weiter.


Von einem Schatz ist noch an einer späteren Stelle im Gottesdienst der Frauen aus Panama die Rede. Dort hören wir: "Diesen Schatz aber tragen wir in zerbrechlichen Gefäßen, so dass deutlich wird, dass das Übermaß der Kraft von Gott und nicht von uns kommt".


Das schreibt Paulus in seinem 2. Brief an die Korinther. Der Apostel, der selbst häufig von Krankheiten geplagt wurde, empfindet sich als zerbrechliches Gefäß, das den Schatz des Glaubens birgt. Sein Glaube ist konkret. Er hat selbst die Kraft der Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus erfahren. Das will er den Menschen in Korinth weitergeben. Sie sollen sich nicht von irgendwelchen Wanderpredigern blenden lassen. "Gott ist in den Schwachen mächtig" sagt uns Paulus. Das ist seine volle Glaubensüberzeugung: in Jesus Christus, dem gekreuzigten und zu Tode gepeinigten, erfahren wir die Auferstehungsmacht Gottes.


Damit ist zwar kein Leiden gerechtfertigt - aber in unseren menschlichen Erfahrungen von Verletzbarkeit und Tod will uns Gott zärtlich berühren und segnen. So werden wir immer wieder neu aufgerichtet und können aufstehen, auferstehen - mitten in unserem Leben.


Auch Maria Magdalena machte diese Erfahrung. Durch die Begegnung mit Jesus wurde sie von einer schweren Krankheit geheilt. Sie schloss sich den Jüngern und Jüngerinnen an - Auferstehung mitten im Leben! Sie war Zeugin für Botschaft und Handeln des irdischen Jesus - des Rabuni. Sie wurde zur ersten Zeugin des auferstandenen Christus. Ihre Nachricht: "Ich habe den Herrn gesehen," ist für uns die frohe Botschaft, dass Leid, Unterdrückung, Gewalt, Ausbeutung und Tod nicht machtvoller sind als Gottes Liebe zu uns Menschen. Maria von Magdala wurde zur Schatzträgerin. Gott ist in ihr mächtig geworden.


Maria von Magdala, Paulus, die fünf Töchter Zelofhads und nach ihnen viele bekannte und unbekannte Frauen und Männer durch die Jahrhunderte nach den Ereignissen in Bethlehem und Jerusalem ermutigen uns, selbst zu Schatzträgern und Schatzträgerinnen zu sein und Gott in uns mächtig werden zu lassen. Sie ermutigen uns, an eine Wirklichkeit zu glauben, in der Menschen nicht aufgrund ihres Geschlechtes, ihrer ethnischen Zugehörigkeit, ihres Glaubens, ihrer Lebensform oder ihrer gesundheitlichen Bedingungen unterdrückt und ausgegrenzt werden.


Sie ermutigen uns, die Vielfalt und Unterschiedlichkeit unter uns als Schätze zu erfahren, die Gottes Schöpfung bereichern. Sie ermutigen uns, die eigenen Gaben und Fähigkeiten als Schätze wahrzunehmen und sie füreinander zum Guten zu verwenden.
Und sie ermutigen uns immer wieder, im Glauben den großen Schatz der Zukunft unserer Welt zu gestalten.

Ich glaube, dass die Frauen Panamas in ihrer Unterschiedlichkeit der Herkunft und ihres Lebens uns genau das mit diesen drei Texten aus Bibel nahe bringen wollten.

Amen.


Homilia Dia Mundial De Oración
Viernes, 5 de marzo de 2004

"En la fe, las mujeres moldean el futuro", el culto de las mujeres de Panamá reconoce y celebra este hecho con lo cual quieren darnos ánimos de no cesar tanto en nuestra fe como moldear el futuro ya que las dos van unidos.

Normalmente las mujeres no disponen del poderío, de la influencia y de la posibilidad de moldear. Tal vez la una o la otra de nosotras habra pensado que sería injusto de exigir a las mujeres tanta responsabilidad para el futuro.

En Panamá por ejemplo solo desde e1 ano 2002 existe una ley que permite a las mujeres de poseer fincas y registrarse como tal propietaria con el marido en el registra de la propiedad. Desde el ano 1945 las mujeres tienen el derecho de votar.

Debido a las pocas posibilidades de trabajo, es frecuente que las mujeres de Panamá viven solas con los ninos. E1 marido y padre trabaja en el extranjero o en fincas lejanas. De la administración de la población indigena las mujeres se encuentran prácticamente excluidas hasta hoy. Sin embargo las mujeres han conseguido una situación legal moderna que lea garantiza igualdad de derechos y les permite trabajar en la mayoria de las profesiones.
Pero en la realidad la situación de las mujeres es todavía muy diferente según su procedencia y su situación economica. Mujeres de procedencia europea normalmente se encuentran en mejores condicíones economicas y financieras que las mujeres de procedencia africana, asiatica o indígena.

Son estas las mujeres de procedencias diferentes que quieren invitarles de pensar nuevamente sobre los textos bíblicos que han elegido:
No son textos que confirmen un orden que colocan el hombre por encima de la mujer. Todo 1a contrario, son textos que hablan del vencimiento sobre estas ideas anticuadas. Sin embargo, mujeres en muchos lugares del mundo todavía estan sometidas a injusticias, explotación y violencia.
Basta en recordar d poderío de los Taliban en Afghanistan que prohibieron a las mujeres la asistencia a clases o ejercer cualquier profesión. Viudas y sus ninos estaban expuestas de morir de hambre si sus familias no les ayudaban.

Conocemos la historia bíblica de las cinco mujeres en el desierto, las híjas de Zelofhad, las que no aceptaron de someterse bajo el mandato de los hombres, hasta sus nombres-. Machla, Noa, Llogla, Milka y Tirza.
Estas cinco mujeres no podían ni imaginarse, que no tenían los mismos derechos en caso de una herencia como los hombres. Se animaron de ponerse en contacto con los líderes de su pueblo, en primer lugar con Moisés. Estaban convencidas de que Javé, que acabo de promulgar leyes y esperando el fiel cumplimiento de las mismas, era un Dios, que defendía la justicia hasta tal extremo que para esto estaba dispuesto de cambiar sus propias leyes. Todo esto lo expusieron a Moisés, a los líderes del pueblo de Israel y al pueblo mismo delante de la colegiata donde guardaron las lápidas con los 10 mandamientos.
Seguramente no era tarea fácil, de defender su opinión en público. Pero se atrevieron Y conseguieron poner fin a esta injusticia.

Esto era el inicio de una nueva realidad, aun cuando en muchos países del mundo todavía se niega a las mujeres el derecho de heredar.

Es atli, donde estos cinco mujeres quieren animar a las mujeres de no cesar en sus esfuerzas de luchar por este derecho.

Pensemos ere las lápidas con las leyes de Javé en el monte de Sinai. Se ablandecen y se ponen flexibles, tienen que amoldarse a la conviviencia humana. Con la ayuda de Díos se conviertan en campo fértil.

Derecho de herencía para mujeres. Mujeres pueden ganarse la vida para ellas y para los que tienen a su custodia. Pero, poseer fincas significa también - en sentido figurado - formar parte del pueblo de Dios, tener parte en la promesa de Dios.

Las cinco hijos de Zelofhad no podían imaginarselo diferente. No se consideraban una cosa, sometida baja la voluntad de los hombres de la familia. Tambien las mujeres pertenecen al pueblo de Dios, sin limitaciones.
Este tesoro de su fe lo pasaron a nosotros.

Más adelante en esta homilía de las mujeres de Panamá se habla otra vez de un tesoro. Escucharemos: "Pero este tesoro lo llevamos vasijas frágiles, con lo que queda claro que d exceso de 1a fuerza proviene de Dios y no de nosotros".

Lo escribe Paulus en su segunda letra a los Corintios. El apóstol, frequentemente afectado por enfermedades, se considera el mismo como una vasija frágil la cual guarda el tesoro de la fe. Su fe es concreta. El mismo ha vivido la fuerza de la resurrección de nuestro senor Jesucristo. Es esto lo que el quiere transmitir al pueblo de Corinto. No quiere que se dejen enganar de predigadores ambulantes. "Dios es poderoso en los débiles" dice Paulus. Esto es su pleno convencimiento en la fe: en Jesucristo, el crucificado, el torturado hasta la muerte, conocemos el poderío de la resurrección de Díos. Lo que no justifica ningún sufrimiento, pero en nuestra experiencia humana con la vulnerabilidad y la muerte, Dios nos quiere tocar con ternura y bendecirnos. De esta forma encontraremos continuamente consuela para ponernos de pie, resucitar en medio de nuestra vida.


Tambien María Magdalena hizo esta experiencia. Se curó de una enfermedad grave gracias al encuentro con Jesús y desde este momente te siguió con los discípulos a ¡m discipulas - resurreccón en medio de la vida!

Se convirtió en testigo del los mensajes y de las actuaciones de Jesús terrenal - del Rabuni. Fue primer testigo del Christo resucitado. Su mensaje: "He visto al Señor", es para nosotros la buena noticia - el Evangelio, que el sufrimiento, opresión, violencia, explotación y muerte no son más fuertes que el amor de Dios hacia nosotros, los seres humanos. Maria Magdala se convirtio en portadora del tesoro: Dios se hizo poderoso en ella.

María Magdala, Paulus, las cinco hijas de Zelofhad y después de ellos muchas mujeres y hombres conocidos y no conocidos a través de tos siglos desde los acontecimientos en Bethlehem y Jerusalem nos animan de convertirnos en portadores de este tesoro y permitir que Dios sea poderoso en nosotros.

Ellos nos animan de tener fe en una realidad en la cual no se margina ni se oprime los seres humanos por motivos de sexo, de etnología, de fe, de su forma de vivir o su condición y estado de salud.

Ellos nos animan de aceptar la variedad y diferencia entre nosotros como tesoro que enriquece la creación de Dios. Ellos nos animan de realizar nuestro propio don y talento como tesoro utilizandolo en beneficio de las relaciones entre nosotros.

Y ellos nos animan para siempre de crear e1 futuro de nuestro mundo, teniendo fe en este, tesoro.

Creo, que las mujeres de Panama en la variedad de su procedencia y de su situación social han querido transmitirnos precisamente este mensaje.


Amen.


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Zuletzt geändert am 13.04.2010 von: (fp)