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"Hände können helfen oder zerstören"

Einladungsplakat Ökumenischer Gedenkgottesdienst am 18. März 2004
in der Deutschen Schule Malaga zu den Opfern von Madrid


Einladungsplakat in der Deutschen Schule Malaga
(Die Bilder vergrößern sich durch Anklicken)
Kinder beim Betrachten der Gedenklichter für die Opfer

Die Schüler aller Klassen von 1 bis 12 hatten sich auf dem Sportplatz zu einer Gedenkfeier für die Opfer des Anschlags von Madrid eingefunden. Pfr. Scheller und Pfr. Peters vom Dt. katholischen und evangelischen Pfarramt leiteten die Veranstaltung, zu der Dr. Bergmann als Direktor der Schule eingeladen hatte. Ein großer schwarzer Trauerflor mit Kreuz, Dornenkrone und Auferstehungskerze war in der Mitte aufgebaut. Kinder hatten für die Toten von Madrid Gedenklichter entzündet.

Gesamtbild Schülerkreis Gesamtbild Schülerkreis
Dr. Bergmann, DSM

Trauerflor Altar, Pfr. Peters und Pfr. Scheller

Dr. Bergmann sprach in seinen Ausführungen von den schrecklichen Opfern der Terroranschläge in Madrid.

Hände können Böses anrichten oder Gutes tun, führte Pfr. Peters aus. Seht auf Eure Hände und auf die Hände Gottes! war die Mahnung an die Anwesenden. Alle fassten sich zu einer großen Kette an die Hände und beteten das Vater Unser. Spontan klatschten anschließend alle.

Pfr. Scheller sang zur Gitarre mit allen ein Segenslied, das die Fürbitten begleitete.

Als Zeichen der Anteilnahme wurden an alle Teilnehmenden Trauerflore zum Anstecken verteilt, die die Botschaft tragen:

Verteilung der Trauerflore Verteilung der Trauerflore Kinder bei den Opferlichtern "Wir alle sind Madrid".

Auszüge aus dem Gottesdienst:

Fürbitten

Lebendiger Gott!
Stehe den Verletzten und den Angehörigen der Opfer des terroristischen Massenmordes in Madrid in ihrer Fassungslosigkeit zur Seite. Tröste die Trostlosen und hilf ihnen in allen Dingen.

Wecke alle die auf aus ihren schrecklichen Illusionen, die nicht ablassen, ihre Ziele mit den Mitteln des Terrors zu verfolgen, heute in Spanien, aber auch in vielen anderen Ländern.

Wir danken Dir für alle Menschen, die der Gerechtigkeit mit den Mitteln des Friedens dienen. Sei ihr Begleiter, wenn sie in Gefahren geraten und wache an ihrer Tür, wenn sie schlafen.

Ja, mache auch uns und unsere Kirche zu einem Werkzeug Deines Friedens, damit Gründe und Vorwände für blinde Gewalt weniger werden und die Angst aus dem Leben vieler Menschen verschwindet. Amen.

Ansprache von Pfarrer Friedhelm Peters

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Erwachsene!

Todos somos Madrid, wir alle sind Madrid.
Wir wissen noch nicht viel. Wir sind entsetzt. Wir sind traurig. Wir denken an die Opfer von Madrid. Wir sind hier, weil wir ein Zeichen der Nähe, des Mitleidens setzen wollen.

Wie konnten Menschen das tun? So viel Leid! Mit ihren Händen haben sie das getan.

Was können Hände tun?
Schaut Eure Hände an. Ihr habt zwei schöne, starke Hände.
Sie können viel: sich anziehen, anpacken, schreiben, Tennis spielen, andere Hände berühren, klatschen, Gutes tun. Ihr habt Hände, die Gutes tun können.

Und Hände können zerstören.
Schaut Eure Hände an. Sie können schlagen, abwehren, zerstören, vernichten. Hände, die Böses tun können.

Ihr seid frei. Ihr entscheidet, was Eure Hände tun. Jeden Tag neu.

Und seht auf Gottes Hände. ER streckt sie uns in Liebe stets entgegen. An Jesus sehen wir das. Wer zweifelt kann hier Halt finden.
Seht auf die Hände Gottes. Und seht auf Eure Hände.

Ihr könnt die eigenen Hände jetzt benutzen, um Schönes zu tun, um zu schweigen, um zu trösten, um Nähe zu zeigen, um zusammen zu gehören.

Zum Zeichen lasst uns alle an den Händen fassen. Wir wollen damit sagen: Wir alle sind Madrid. Wir halten einen Augenblick des Schweigens. Wer mag spricht dann mit uns das Vater unser auf spanisch und auf deutsch.

Alle fassten sich zu einer großen Kette an die Hände und beteten das Vater Unser in Spanisch und in Deutsch. Spontan fingen im Anschluss daran alle an zu klatschen, in Spanien Ausdruck der Solidarität.


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Zuletzt geändert am 13.04.2010 von: (fp)