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Weltgebetstag der Frauen 2005

Weltgebetstag 2005 Marbella

Polen stand im Mittelpunkt der Gebetsordnung des Weltgebetstags 2005. Ein kleiner Kreis von Mitarbeitenden unter Leitung von Frau Stiftel, Prädikantin, hatten in Marbella, Torre del Mar und Almunecar Gottesdienste vorbereitet. Lieder, Gebete und Lesungen waren von polnischen Christinnen zusammengestellt worden. Lasst uns Licht sein - so hieß das Thema der Gebetsordnung.

Mittenbild zu Polen Vor dem Beginn des Gottesdienstes wurde über Polen, seine Geschichte und seine Menschen informiert. Inerhalb eines großen Stuhlkreises fand dies als Bodenbild und Mitte seinen Ausdruck.

Neben der Vorstellung der einzelnen Landschaften heißt es zur Geschichte:
Polen ist ein Land mit offenen Grenzen. Es hat keine natürlichen Abgrenzungen, wie z.B. einen Fluss, gegenüber anderen Ländern.
Das Land hat eine sehr wechselvolle Geschichte. Durch Kriege und Teilungen haben sich die Grenzen mehrfach verschoben. Das Land wurde im 18. Jahrhundert sogar zwischen Preußen, Österreich und Russland aufgeteilt. Obwohl die Polen immer wieder versuchten, ihre Freiheit und Unabhängigkeit wieder zu gewinnen, gelang ihnen das erst 1918.
Am 01.09.1939 wurde Polen von Deutschland angegriffen und am 17.09.1939 besetzte die Rote Armee Sowjetrusslands die östlichen Gebiete. Im zweiten Weltkrieg kam ein Viertel der Bevölkerung um, darunter 3,5 Millionen Jüdinnen und Juden sowie zwei Drittel der gesamten Roma Bevölkerung. 1945 verlor Polen einen Teil seines Staatsgebietes an die Sowjetunion. Seine Grenzen wurden westwärts verschoben. Polen aus den östlichen Gebieten wurden nach Pommern, Schlesien und Danzig umgesiedelt. Deutsche mussten diese Gebiete verlassen. Immer wieder gab es Proteste und Streiks gegen die kommunistischen Machthaber. 1989 kam es zu den ersten, teilweise freien Wahlen.
Seither erlebt Polen große Veränderungen. Mit dem Beitritt zur Nato 1999 und EU 2004 sind Hoffnungen auf politische Stabilität und Wirtschaftswachstum verbunden.
Zwischen Polen und Deutschland wachsen inzwischen freundschaftliche Beziehungen, was manchmal für beide Seiten nicht einfach ist.
In diesem Jahr wird u.a. vom Weltgebetstagskomitee besonders "La Strada", eine Frauenorganisation gegen Frauenhandel, unterstützt. Polen ist ein Land mit hoher Arbeitslosigkeit, aus dem Frauen in westliche Länder gehandelt werden. Ca. 25 - 30% der Klientinnen von La Strada sind minderjährig. Deshalb werden Notruftelefone unterhalten, wo die Mädchen in verschiedenen Sprachen anrufen können. Es wird medizinische, soziale und psychologische Unterstützung so wie eine Zufluchtsstätte angeboten.


Die Kollekte der Gottesdienste in Spanien ist für eine mobile Krankenstation zur Früherkennung und Vorsorge von Brustkrebs bei Frauen in ländlichen Gebieten Ostpolens bestimmt, wo ärztliche Versorgung bisher nicht gewährleistet ist.


Nach Singen, Beten, Hören folgt das Feiern. Ein festlich gedeckter Tisch bewirtet alle Teilnehmenden - übrigens nicht nur Frauen.

Hier sehen Sie einige Eindrücke von dem Treffen in El Angel, Marbella, am Freitag, 4. März 2005, um 16 Uhr.




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Zuletzt geändert am 13.04.2010 von: (fp)