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Verabschiedung von Prädikantin Inge Simon

Inge Simon











im Gottesdienst, Sonntag,
25.06.2006, 11 Uhr El Angel,
vom ehrenamtlichen Dienst
als Prädikantin der EKD
im Dt. Ev. Pfarramt Costa del Sol
und vom aktiven Dienst
von mehr als 25 jähriger Mitarbeit
in der Gemeinde

Prädikantin Inge Simon

Rede zur Verabschiedung von Inge Simon von Pfarrer Friedhelm Peters

Lobe den Herrn meine Seele
und was in mir ist Seinen heiligen Namen.
Psalm 103, 1

Liebe Frau Simon! Liebe Gemeinde, verehrte Anwesende!

Wenn Sie, Frau Simon, heute Ihren aktiven Dienst als Prädikantin und Mitarbei-terin der Gemeinde nieder legen, dann müssen nicht nur Sie, sondern bestimmt auch viele andere Menschen sich daran erst noch gewöhnen. Zu oft haben Sie in der Kirche vorne gestanden, zu oft haben Sie an der Tür Menschen begrüßt, zu oft haben Sie am Telefon Auskunft gegeben. Pfarramt Costa del Sol? Ja, dann ru-fen Sie doch mal bei der Frau Simon an. Die kann Ihnen Auskunft geben. Und Sie haben es getan.

Weit mehr als 25 Jahre haben Sie die Arbeit hier an der Costa del Sol mit getra-gen. Innerlich gehören Sie mit zu der Gründergeneration, die bisher fünf Pfarrer begleitete, die Kollegen im Übergang nicht einmal eingerechnet: Herrn Talent, Pfr. Stölting, Pfr. van Riesen, Pfr. Mallas, Pfr. Pleitner und auch mich, Pfr. Peters. Welche Vielfalt haben Sie erlebt. Auf wie viele Epochen können sie zurückblicken.

Die Gründung des Pfarramtes durch die EKD 1982, die Mitarbeit im Beraterkreis, die Übernahme der Arbeit als Schatzmeisterin, die Herrichtung des Gemeinde-raumes in Marbella als Gottesdienststätte, die Erweiterung mit den Gottesdienst-stellen in Torre del Mar und Torrox-Costa, später auch Fuengirola, die Familien-gottesdienste, die Ausbildung zur Prädikantin mit der Einführung in Barcelona, mancherlei Leitungskonflikte im Beraterkreis, die erneute Mitarbeit im Mitarbei-tendenkreis, den Fortbildungskurs in Madrid als Prädikantin und die Unterstüt-zung neuer Prädikanten. Dies alles sind nur Meilensteine, von denen Sie am Bes-ten erzählen könnten. Nicht umsonst wurden Sie deshalb auch zur Chronistin der Arbeit hier.

Die Fülle der Aufgaben umschließt Dinge, die in der Regel von außen gar nicht gesehen werden. Wer weiß was es bedeutet, einen Predigtdienst vorzubereiten. Wer kennt den Schreck, dass plötzlich eine Beerdigung ansteht und es gibt keinen Pfarrer. Wer hat wahrgenommen, was alles im Hintergrund zu erledigen war: Hausbesuch in Nachbarschaftshilfe, Gardinenwaschen im Kirchraum, Kaffeeko-chen und zum Gottesdienst schleppen, Bus bestellen und abrechnen, Altar schmücken, Handwerker bestellen, Haushalt führen für die Pfarramts-Finanzen und vieles mehr in mehr als 25 Jahren. Es ist deutlich, worum es geht. Wir haben dafür Danke gesagt und sagen es heute wieder: Danke. Sie haben es freiwillig und gerne getan. Dadurch wird vieles schön und leicht. Doch schwer war bestimmt zu hören, was Sie auch erlebten: Es ist nicht genug Kaffee da. Warum ist das noch nicht erledigt. Sie sind bei allem ständige Ansprechpartnerin geblieben. Für diese Mitarbeit fällt es schwer einen Namen zu finden. Sie haben sich selbst einmal die "ständige Martha" genannt. Wenn ich nicht wüsste, dass Ihr Herz auch die Maria kennt, die hört und ruht, dann ließe sich kommentarlos zustimmen.

Zum heutigen Tag wollten Sie keinen großen Abschied. Ihr inneres Verständnis vom Dienst an Menschen und vom Dienst für Gott würde dem auch nicht gerecht. Nicht wir als Menschen stehen in der Mitte. Der Herr tut es, für den wir leben. So soll auch unser Dank für Ihre Mitarbeit in diesem Lob Gottes ausgedrückt wer-den:

Lobe den Herrn meine Seele
und was in mir ist Seinen heiligen Namen.

Wenn das bei allem herauskommt, dann hat es sich gelohnt, dann wird es Segen. Das wünschen wir.

Mit diesem heutigen Tag sind Sie ja nicht weg, sondern wie es heißt nur in die zweite Reihe getreten. Auch wenn sich die Verantwortungsbereiche ändern, die Reise geht also weiter. Wir haben uns dafür ein kleines Geschenk ausgedacht. Oft haben Sie einen großen Rucksack an äußeren und inneren Lasten getragen in der Arbeit. Das ist jetzt vorbei, Gott sei Dank. Wir haben Ihnen einen kleinen Rucksack zugedacht, der Sie begleiten soll. Denn ganz ohne Aufgaben wie und wo auch immer wird es in Zukunft wohl nicht bei Ihnen gehen. Und wenn Sie den dann tragen wünschen wir Ihnen das Glück zu erleben: Wie schön. Das Große bin ich los. Aber für etwas Kleines reicht es immer noch.

Der Herr segne Sie.

Mit herzlichem Dank für das Dt. Evangelische Pfarramt Costa del Sol
und im Namen der Evangelischen Kirche Deutschland EKD

Pastor Friedhelm Peters

Einige Bilder aus dem Abschiedsgottesdienst
Prädikantin Simon am Altar Musikalische Gestaltung Rosen zum Abschied
Prädikantin Simon
am Altar
Musikalische Gestaltung
Frau Philipps und Frau Dilthy
Rosen zum Abschied

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Zuletzt geändert am 13.04.2010 von: (fp)