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Quartett singt Stücke aus der Klatschtaler Messe im Gottesdienst in El Morche

Quartett Quartett Quartett und Heike Peters
Quartett Quartett im Altarraum Quartett und Heike Peters

Das Quartett, bestehend aus Ehepaar Gallianer, Frau Flieger und Frau Mild, begleitete am 10. März 2007, 11 Uhr den Gottesdienst in El Morche.

Sie sangen Stücke aus der Klatschtaler Messe, einer Kärntner Messe aus Österreich.

Da so viele Gottesdienstteilnehmenden sich über die Begleitung freuten, hat das Quartett am 31.3.2007 noch einmal in El Morche gesungen.

Zur Katschtaler Messe schreibt Hans Pleschberger:

Das obere Liesertal, Katschtal genannt, bildet die Furche zwischen schroffen Formen der hohen Tauern und weichen Almen des Nockgebiets. Dieser Lebensraum übt keinen geringen Einfluss auf die Wesensart der Bewohner aus. Auch die Verbindung ins nahe Salzkammergut ist in der Vergangenheit nie ganz abgerissen und befruchtet das volksmusikalische Geschehen des Katschberggebietes.

Das beharrende Gemüt der bäuerlichen Bevölkerung hat manch altes Kulturgut in die Gegenwart überliefert. Besonders hervorgehoben sei in diesem Zusammenhang das geistliche Volkslied, verflochten mit dem Katschtaler Totenbrauchtum. Als ich Ende der Sechzigerjahre daran ging, die "Totenwachlieder" aufzuzeichnen, stieß ich auf Reste alter "Kirchenlieder", die nur noch vereinzelt im häuslichen Kreise zu hören waren; vor ca. 20 Jahren stellten diese Weisen im Katschtal noch feste Bestandteile der Liturgie dar.

Bei erster Betrachtung springt folgendes sofort ins Auge:

Die Lieder sind nicht im Dialekt, sondern in Schriftsprache verfasst. Dafür gibt es nur eine Begründung: Das einfache Volk hätte es als unpassend empfunden, wenn im geweihten Gotteshaus Lieder in derselben Sprache wie draußen im Alltag erklungen wären. " I kann ja dou mit`n Herrgott nit gleich rödn wia mit dir" (alter Gewährsmann aus dieser Gegend).

Ein glücklicher Zufall ließ mich noch in letzter Minute gerade den alten Sängern des Katschtals begegnen, die mir - wenn auch manchmal bruchstückhaft - diese schönen Melodien vorsingen konnten. Vergilbte Notenblätter der Dorfkirche haben mir geholfen, das Schlusslied (vielleicht der schönste Teil der ganzen Messe) zu rekonstruieren.

So betrachtete ich es als meine Aufgabe, die fehlenden Steine des Mosaiks zu einem geschlossenen Bild zusammenzufügen und der "Katschtaler Messe" durch Orgelvor- und -nachspiele den Rahmen zu geben.


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Zuletzt geändert am 13.04.2010 von: (fp)