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Kofferband am Flughafen Kofferband am Flughafen

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Zu viel im Gepäck

"Junger Mann", sagt die ältere Dame zu einem 50jährigen Herrn. "Können Sie mir mal den Koffer vom Band heben?"

"Nein", sagt er. "Kann ich nicht."

Die Frau schaut verdutzt über soviel Unfreundlichkeit und versucht es noch einmal.

"Sie sind doch jung und kräftig. Für mich ist er zu schwer."

"Für mich auch", sagt der Herr. "Ich habe es nämlich im Rücken. Und wegen Ihres Koffers hole ich mir keinen Bandscheibenvorfall."

Er sagt es und nimmt seinen kleinen Handkoffer vom Band.

Ein überdimensionales Koffermonster schwebt auf dem Band an der älteren Dame vorbei.

Manche reisen mit Koffern, die für sie zu schwer sind. Sie können sie kaum bewegen und selbst nicht tragen.

Wie viele Menschen gehen so durch ihr Leben.

Sie packen sich Dinge aufs Herz, die im Laufe des Lebens zu ungeheuren Lasten anwachsen, die sie am Ende nicht mehr selbst tragen können.

Die ganze Umgebung muss dran glauben. In jedem Wort steckt ein Jammern. In jeder Bemerkung mischt sich ein Vorwurf. Alles zentriert sich auf die eigene Bedürftigkeit. Warum hilft mir keiner? Am Ende ist die Welt schlecht.

Dabei ist der eigene Koffer zu groß. Was müsste ich lassen? Was sollte nicht mehr mitgeschleppt werden? Was könnte ich reduzieren?

Für Christen ist es gut, dass Jesus lebt und unser Leben kennt.

Am Ende brauchen wir nur das von Ihm, was vor unserem Schöpfer zählt: Die Gewissheit, aus Gottes Liebe zu leben und sie weiter zu geben.

Damit müssen wir ankommen.

So manches Stück aus unserem Lebenskoffer können wir unter dieser Prämisse getrost auspacken und beiseite legen. Es schadet uns nicht und hilft auch noch den anderen.

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