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Steig ein bei "SteigEin"

pdf Prädikant Jürgen Neusinger

Mein Name ist Jürgen Neusinger, geboren 1938. Obwohl Sie meinen Namen schon länger auf der Rückseite unseres Gemeindebriefes finden, möchte ich mich noch einmal vorstellen und mich gleichzeitig mit einem besonderen Anliegen an Sie wenden. Ich möchte Sie zunächst auf dieses Anliegen einstimmen.

Mit vorübergehenden Unterbrechungen - für besondere Aufgaben in anderen Ländern und wegen meines Studiums in Deutschland - lebe ich seit fast 50 Jahren in Spanien. Ich arbeitete hier früher für deutsche Unternehmen. Bis zur Entscheidung, mich aus dem aktiven Berufsleben zurückzuziehen, gehörten meine Frau und ich der Evangelischen Gemeinde in Madrid an. Beide hatten wir uns so gut in diesem gastfreundlichen Land eingelebt, dass wir beschlossen, auch die weiteren Jahre unseres Lebens hier zu verbringen. Familiär brachte das keine Probleme mit sich, hatten sich unsere beiden Söhne doch schon längst entschlossen, ihr Glück woanders zu suchen. Sie leben inzwischen in Deutschland und Südafrika. Wegen des guten und gleichmäßigen Klimas entschlossen wir uns zu einem Ortswechsel. Wir zogen von Madrid an die Costa del Sol, dorthin wo es noch ganz ruhig und gelassen, also spanisch, zugeht: In den kleinen Fischerort La Herradura am Fuße der Sierra Nevada in der Provinz Granada. Dort trägt die Costa del Sol die Unterbezeichnung Costa Tropical zu Recht, denn hier wachsen alle tropischen Pflanzen mit ihren Früchten, die keinen Frost vertragen, genau wie wir. Angefangen von Nisperos, das sind Mispeln, Chirimoyas, Avocados, Mangos, Bananen, Granatäpfeln, Esskastanien, Feigen, Kaktusfeigen, Kakies über ... vielleicht habe ich diese oder jene Köstlichkeit der tropischen Klimazone vergessen, bis hin zum industriellen Anbau von Zuckerrohr.

Nachdem wir uns eingerichtet und eingelebt hatten war unsere Freude ganz besonders groß und unser Alltag komplett. Wir entdeckten, dass wir auch hier ganz unten im Süden Spaniens und am Ende Europas auf etwas nicht zu verzichten brauchten, was uns im Laufe unseres Lebens zur Herzensangelegenheit geworden war und was wir sonst schmerzlich vermisst hätten: die Betreuung durch eine Evangelische Gemeinde und deren Gemeinschaft. Wir hatten damit überhaupt nicht gerechnet und begannen, uns sofort aktiv in die Gemeindearbeit einzuschalten. Wir hatten als Rentner genügend Zeit, verschiedene Aufgaben zu übernehmen und zu erfüllen. Der von der EKD entsandte Pfarrer hatte wegen der geographischen Ausdehnung der Gemeinde schon damals zeitliche Probleme, alles unter einen Hut zu kriegen. Diese Aktivität gipfelte vor fast 15 Jahren in der Wahrnehmung des Angebotes des damaligen Pfarrers Harald Mallas, an einer Ausbildung zum Prädikanten teilzunehmen. Dem schlossen sich noch zwei weitere Mitglieder aus der Gemeindearbeit an: Frau Inge Simon und Frau Margrit Stiftel. Gemeinsam fuhren wir zu unserer Schwestergemeinde in Barcelona, wo uns Pfarrer Haverkamp in das nun bevorstehende Fernstudium einführte. Weitere 10 Mitglieder aus anderen Gemeinden der Iberischen Halbinsel hatten sich ebenfalls entschlossen, an dieser ersten Gelegenheit für diese besondere Art der Ausbildung teilzunehmen. Nach einem Jahr konnten wir alle erfolgreich die Prüfung zur Prädikantentätigkeit ablegen. Seitdem können wir uns noch aktiver bei der ehrenamtlichen Gemeindearbeit einsetzen. Weitere PrädikantInnen sind im Laufe der Jahre ausgebildet worden. Gemeinsam haben wir an Fortbildungsseminaren teilgenommen und unterstützen zusammen mit anderen Mitarbeitenden die von der EKD hauptamtlich eingesetzten Pfarrer bei ihren umfangreichen Arbeiten. Dazu gehört vor allem die Mitgestaltung der Gottesdienste in Form der Vorbereitung und Durchführung der Liturgie. Dabei handelt es sich um das Aussuchen der Lieder, der Psalmen, der Lesungen und die Abfassung der Texte für die Gebete, der Schuldbekenntnisse, des Gnadenzuspruchs und des Segens in Überein- und Abstimmung mit dem jeweils vorgesehenen Predigttext. Aber auch die Predigt selbst als Kernstück unserer Gottesdienste gehört in ihrer Vorbereitung und Durchführung zu diesen Aufgaben. Hier unterstützen wir unseren Pfarrer vor allem bei Abwesenheit durch anderweitigen Einsatz oder bei Terminüberschneidungen. Zu der Ausbildung zum Prädikanten gehören aber auch die Durchführung von Amtshandlungen sowie die Sakramentsverwaltung, so dass wir bei Bedarf auch Beerdigungen und die Austeilung des Abendmahles durchführen können. Mein Einsatzgebiet ist der östliche Teil der spanischen Provinz Malaga und der westliche Teil der Provinz Granada entlang deren Küsten, aber auch bei Bedarf am Sitz unseres Pfarramtes in Marbella. Damit werden die Hauptzentren des Tourismus an der Costa del Sol im weitesten Sinn eines Tourismuspfarramtes betreut. Durch die geographisch bedingte Ausdehnung von über 250 km dieses Einsatzgebietes ist die Ausübung der Tätigkeit nur mit erheblichem zeitlichem und vor allem finanziellem Aufwand möglich und wäre ohne zusätzliche Spenden nicht durchführbar. Diese Kosten sind unvermeidlich, um eine möglichst große Anzahl von Gläubigen und Interessenten zu erreichen. Es muss bekannt gemacht werden, wo wir zu erreichen sind und welche Dienste wir neben den regelmäßigen Gottesdiensten anbieten: Krankenbesuche und Seelsorge, Taufen, Konfirmationen, Hochzeiten und Beerdigungen. Dazu gehören die Anmietung von Räumen für unsere Gottesdienste, die gesamte Information über unsere Tätigkeit in entsprechenden Medien und der Druck und die Verteilung unseres Gemeindebriefes. Regelmäßige Treffen aller Mitarbeitenden sind notwendig, um alle Tätigkeiten zu planen. Das betrifft vor allem Sonderveranstaltungen wie Ostern, Advent, Weihnachten, Erntedank, Weltgebetstag der Frauen und Konfirmation. Die Protokollierung dieser Arbeitstreffen ist öfter einer meiner Aufgaben. Dazu kommen Übersetzungen von Predigten zu Taufen, Hochzeiten und Beerdigungen, bei denen mit einer größeren Teilnahme auch von Spaniern zu solchen besonderen Anlässen zu rechnen ist.

Nun komme ich zu meinem Anliegen. Es ist eigentlich mehr eine Bitte und Aufforderung zum Handeln. Meine Frau und ich hatten es vor mehr als 20 Jahren begrüßt, eine intakte und funktionierende Gemeinde vorzufinden. Es ist meine Vorstellung und mein Wunsch, dass diese bewährte Rundumbetreuung uns auch weiterhin erhalten bleibt. Der Zuspruch, den wir bei allen Veranstaltungen als Rückmeldung bekommen, ermutigt uns in unseren Bemühungen, so und wenn möglich in Zukunft noch besser weiterzumachen. Dazu bedarf es aber der Zusammenarbeit und Anstrengung aller Gemeindemitglieder.

Sie alle haben Gelegenheit dazu, indem Sie Mitglied bei "SteigEin" werden. Sie unterstützen damit die Arbeit des Pfarramtes, am besten durch eine regelmäßige Spende. Dies geschieht zum Wohlergehen und Gedeihen einer Einrichtung, die uns allen mit Gottes Segen zugutekommt. Steigen Sie ein bei "SteigEin"! Danke!

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Zuletzt geändert am 10.11.2010 von: (fp)