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Rede zum Abschied von Prädikantin Sonja und
Jürgen Schäfer, El Angel, 4. März 2012

Heute, im Gottesdienst am 4. März 2012, 11h, El Angel, verabschieden sich Prädikantin Sonja und Jürgen Schäfer von ihrer langjährigen Mitarbeit im Pfarramt. Wir sagen Dank, blicken zurück und bitten für das Kommende um Gottes Segen.

Danke - Sonja und Jürgen Schäfer
Artikel htm pdf , Abschiedsrede pdf , Fotoserie
Predigt Prädikantin Sonja Schäfer htm pdf

Liebe Sonja, lieber Jürgen!

Es heißt, an der Costa del Sol gibt es nur Abschiede.
Das stimmt so nicht. Es gibt sie auch. Aber nicht nur. Und was es sonst noch gibt ist auch nicht wenig. Ihr habt das zehn Jahre hier gelebt und erlebt.

In der äußeren Geschichte habt Ihr im Pfarramt ein Stück "einladende Gemeinde" erfahren und das dann selbst für andere gelebt und weiter gegeben. Offene Türen: Zum Pastor - was haben wir miteinander teilen können. Zur Gemeinde - mit wie vielen Menschen habt Ihr Kontakt gefunden und bei manchen nicht nur den, sondern auch freundschaftliche Bindungen. Zur EKD - die Ausbildung zur Prädikantin hat weitere Lebenswelten eröffnet. Die praktische Mitarbeit vor Ort - sie hat noch einmal mehr gezeigt, was es in Spanien alles gibt und einem spanisch vorkommt. Etwas, was Ihr aus Eurer sonstigen beruflichen Tätigkeit in Spanien auch schon zur Genüge kennt.
Die Selbständigkeit Eures Einsatzes und Urteils hat gut getan. Eure Verlässlichkeit hielt den Rücken frei. Und der kurze Draht des Austauschs hat das alles leicht gemacht. Was Ihr getan habt ist angekommen.
Davon gilt es heute Abschied nehmen. Das ist dann doch typisch Costa del Sol. Doch wie die Sonne hier leuchtet, so soll auch der Dank das alles hell machen. Ich möchte Euch heute dafür Danke sagen, dass Ihr da ward. Und viele tun das ganz bestimmt mit mir.

Und dann gibt es noch die innere Geschichte. Und die ist nicht weniger interessant. Für die innere Geschichte ist das mit dem Abschied ganz anders.
Ihr habt eine Glaubensgeschichte in Eurem Herzen erlebt. Der Acker Eures Lebens ist dabei noch einmal umgepflügt worden. Neues ist gesät worden durch das Wort Gottes und aufgegangen. Ihr habt Gott sehr praktisch und persönlich erlebt. ER hört. ER schenkt und lässt blühen. ER nimmt. Vor allem: ER führt. Darauf habt Ihr vertrauen gelernt. Das hat Euch verändert und noch in anderer Weise stark gemacht.
Und auch das habt Ihr weiter gegeben. Mit Euren Worten, aber noch viel mehr mit dem, wie Ihr die Dinge jetzt anpackt und behandelt, wie Ihr mit Menschen umgeht.
Auch das ist ein Stück Costa del Sol Geschichte. Und von der nehmt Ihr überhaupt keinen Abschied. Weil klar ist: Unser Gott geht mit. ER geht hier mit und ER geht dort mit, wohin jetzt Eure Wege führen. Ihr werdet diesen Schatz behalten. Im Herzen.
Das Losungswort dieses Tages drückt das so aus. Ich gebe es Euch als Reisewort mit (Psalm 91, 1-2):
Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibt, der spricht zu dem Herrn: Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe.
Nehmt dieses Wort als Wegzehrung und nehmt davon nie Abschied.

Jetzt bleibt noch mein Geschenk. Wegzehrung ist immer gut. Und weil auch der Glaubensweg einen Imbiss nötig hat, sollt Ihr einen Geschenkgutschein für ein Einkehrwochenende erhalten, das Ihr selbst auswählt: Sei es im Kloster in Hildesheim oder einem anderen Ort wie dem Haus der Stille/Jesusbruderschaft für eine geistliche Retrait. Tankt wenn es wieder nötig ist, damit Ihr genug habt, um den Weg des Glaubens fortzusetzen.

In diesem Sinne seid gesegnet. Der Herr behüte Euch.
Herzlich Friedhelm / Pastor Peters
Dt. Ev. Pfarramt Costa del Sol, Marbella, El Angel, 4. März 2012



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Zuletzt geändert am 05.03.2012 von: (fp)